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APA-Artikel 15. Jänner 2013

SVA verzeichnete 39 Prozent mehr Vorsorgeuntersuchungen

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist zufrieden mit ihrem Projekt "Selbständig Gesund", das mit 1. Jänner in den Regelbetrieb übernommen worden ist. 2012 seien die Vorsorgeuntersuchungen im Vergleich zum Vorjahr um 39,4 Prozent gestiegen, freute sich die SVA-Spitze am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Von 35.417 Vorsorgeuntersuchungen im ersten Halbjahr 2012 haben 16.013 Versicherte ihre Gesundheitsziele erreicht und ihren Selbstbehalt reduziert, das entspricht 45,2 Prozent.

Das freiwillige Programm "Selbständig Gesund" wurde vor einem Jahr als Pilotprojekt gestartet. Im Rahmen eines Gesundheitschecks können mit dem Arzt Gesundheitsziele festgelegt werden, die innerhalb von etwa sechs Monaten erfüllt werden sollen. Bei Zielerreichung spart man sich dann den halben Selbstbehalt.

Insgesamt gab es 2012 61.529 Vorsorgeuntersuchungen - ein "erster wichtiger Schritt", erklärte SVA-Obmann Christoph Leitl. Die größte Steigerung der Vorsorgeuntersuchungen verzeichnete die SVA in Niederösterreich mit über 77 Prozent, die niedrigste in Tirol mit 17,6 Prozent. Vorläufig die höchste Quote der Zielerreichung schafften die Wiener mit 64 Prozent. Durchschnittlich erspart sich jeder Versicherte jährlich 60 Euro.

Freilich ist bei den Vorsorgeuntersuchungen noch viel Luft nach oben, denn eigentlich könnten rund 550.000 Versicherte eine solche machen, wie Obmann-Stellvertreter Peter McDonald einräumte. Man habe sich aber 2012 auf zwölf Prozent der Versicherten verbessert, betonte er.

Das Programm koste die SVA viel Geld, meinte Leitl. Für die Reduzierung des Selbstbehalts wurden für 2013 fünf Mio. Euro eingestellt. Man wolle aber erreichen, dass der, der gesünder ist, auch weniger koste. Ziel sei es, mithilfe von Prävention die Krankheitstage um 30 Prozent zu reduzieren - Leitl stellt sich hier einen Zeitraum von drei Jahren vor. Die SVA leiste einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsreform und sei schon einen Schritt weiter, betonte McDonald im Hinblick auf den heutigen Beschluss der Reform im Ministerrat.

apa.at

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