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APA-Artikel 9. Jänner 2013

ÖGB: Frauen leisten schon immer Großteil der sozialen Arbeit

ÖGB-Präsident Erich Foglar weist die im heutigen Kurier geäußerte Idee von Innenministerin und ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner heftig zurück, wonach diese sich vorstellen könne, dass auch Frauen - freiwillig - den Zivildienst absolvieren. "Das ist kein tauglicher Weg zu Gleichstellung, das ist kein Beitrag zu Gerechtigkeit, und absurd ist das obendrein", so Foglar.

"Frauen leisten ohnehin schon den größten Teil der sozialen Arbeit in den Familien, sie betreuen Kinder und pflegen Angehörige. Das bringt ihnen durch längere Phasen von Teilzeit Einbußen bei ihren Einkommen bis hin zu geringen Pensionen", sagt Foglar. "Warum Frauen jetzt auch noch für die Dauer des Zivildienstes auf ein geregeltes Einkommen verzichten und statt dessen für ein Taschengeld von knapp 300 Euro arbeiten sollen, muss die Obfrau des Arbeiter- und Angestelltenbundes erklären."

Für den ÖGB sei das freiwillige soziale Jahr eine taugliche Alternative zum Zivildienst auf Basis von geltenden Kollektivverträgen und geltendem Arbeitsrecht. "Soziale Arbeit ist gesellschaftlich wichtig, sie muss daher auch gut entlohnt und sozialrechtlich abgesichert sein", so Foglar. "Knapp 300 Euro Zivilidenst-Taschengeld im Gegensatz 1.400 Euro laut Modell des Sozialministeriums - das ist für den ÖGB keine Alternative, und das ist auch kein Schritt zur Gleichstellung von Frauen."

apa.at

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