zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 4. Jänner 2013

Zeitung: Mehr als 500 Ärzte wurden wegen Bestechlichkeit belangt

Die deutschen Ärztekammern haben nach einem Zeitungsbericht in den vergangenen drei bis fünf Jahren mehr als 500 Ärzte wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme nach dem Berufsrecht bestraft. Allein im Jahr 2011 seien zudem 40 Approbationen entzogen worden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Angaben der Bundesärztekammer und des Bundesjustizamts.

Auch wenn eine Reihe von Fällen "im Rahmen der berufsrechtlichen Beratung erledigt" worden sei, hätten die 17 Kammern "bundesweit in den vergangenen Jahren in mehr als 500 Fällen tätig werden" müssen, hieß es laut der Zeitung aus der Bundesärztekammer. Neben einer Vielzahl von Rügen und Ermahnungen seien auch Geldstrafen ausgesprochen worden. Aus Baden-Württemberg wurde von Strafen von bis zu 30.000 Euro berichtet. In 40 Fällen seien nach Angaben des Bundesjustizamts Ärzten die Zulassungen aberkannt worden, oder sie ruhten. Dabei handle es sich aber nicht ausschließlich um Korruptionsfälle.

In den vergangenen Tagen waren Forderungen an die Bundesregierung laut geworden, gesetzliche Regelungen zu entwerfen, die Bestechlichkeit bei niedergelassenen Ärzten unter Strafe stellen. Bislang können nur angestellte Ärzte wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme nach dem Strafgesetzbuch belangt werden.

+++ Der Beitrag lag AFP vorab in redaktioneller Fassung vor. +++

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben