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APA-Artikel 28. Dezember 2012

McDonald: Pionierarbeit der SVA trägt Früchte

Das Jahr 2012 geht zu Ende und für 700.000 Versicherte, Angehörige und Pensionisten war es ein gutes Jahr mit vielen Neuerungen. "Die SVA geht seit Jahren einen engagierten Reformweg - auch wenn der Gegenwind oft stark ist und sich mancher vom Tempo das wir vorlegen unter Druck gesetzt fühlt: Unser Maßstab ist Leistungsverbesserung und die Zufriedenheit unserer Versicherten. Sie brauchen heutzutage keine Standardlösungen aus dem vergangenen Jahrhundert, sondern eine maßgeschneiderte soziale Absicherung. Im vergangenen Jahr sind wir unserem Ziel, von der Krankenkasse zur dienstleistungsorientierten Gesundheitsversicherung zu werden, einen großen Schritt näher gekommen", so Peter McDonald, Obmann-Stv. der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft). "Die SVA ist mit Leib und Seele Schrittmacher der österreichischen Sozialversicherung."

In den vergangenen Jahren konnte die Versicherung der Selbständigen bereits vieles durchsetzen: Unter anderem eine 30-prozentige Senkung der Beiträge für Unternehmer mit kleinen Einkommen, die Reduktion der Krankenversicherungsbeiträge um 15 Prozent für alle Versicherten, die Abfertigung Neu für Selbständige oder die Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit für Selbständige.

2012 setzte die SVA diesen Pionier-Weg fort, "durch mehr Mitbestimmung unserer Versicherten und bessere Leistungen haben wir neue Meilensteine für die gesamte Sozialversicherung gesetzt", so McDonald.

Mit "Selbständig Gesund", dem anreizorientierten und freiwilligen Vorsorgeprogramm machte die SVA einen grundlegenden Schwenk weg von der reinen Reparaturmedizin. "Wir sind überzeugt, dass eine moderne Sozialversicherung mehr können muss, als erst dann einzugreifen, wenn die Menschen schon krank sind. Wir müssen viel früher ansetzen und unsere Versicherten als Partner einbinden. Deshalb das Präventionsprogramm, mit dem wir über Österreichs Grenzen hinaus für Aufsehen gesorgt haben. Wir setzen bewusst auf Eigenverantwortung, Freiwilligkeit und ein Anreizsystem, bei dem jeder, der seine individuell gesteckten Gesundheitsziele erreicht auch finanziell profitiert - in Form eines halbierten Selbstbehaltes."

Schon nach einem halben Jahr war klar, dass das Programm von den Versicherten so begeistert aufgenommen wird, dass "Selbständig Gesund" vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb übernommen wurde. Und es bleibt nicht beim bloßen Anreizsystem. "Die SVA und unsere Vertragsärzte als Vertrauenspersonen begleiten jeden Versicherten, der bereit ist, sein Leben gesünder zu verbringen mit zahlreichen Angeboten." Vom Gesundheitshunderter, über Aktivcamps, Gesundheitswochen, bis hin zu den No-Smoking-Camps oder der Burnout-Prävention.

Für Österreich einzigartig war auch der Schritt eine Urbefragung durchzuführen, denn damit "haben wir als erste Sozialversicherung all unseren Versicherten die Möglichkeit gegeben, direkt mitzubestimmen, wohin der Weg ihrer Sozialversicherung gehen soll. 22 Prozent der Versicherten haben mitgemacht und ihre Meinung zu den brennendsten Themen der SVA deponiert - Serviceangebote, neue soziale Leistungen und Absicherungen, aber auch brisante Fragen wie jene nach Selbstbehalten oder der einkommensorientierten Beitragsaufbringung", betonte McDonald. Das Ergebnis dieser Urbefragung ist für die SVA Arbeitsauftrag und Prioritätensetzung zugleich. "Mit 120.000 starken Stimmen im Gepäck konnten wir mit sehr viel Gewicht in die politischen Verhandlungen gehen und die ersten Erfolge geben diesem Weg recht - mit dem neuen Krankengeld für Selbständige oder dem erhöhten Wochengeld wurden langjährige Forderungen der SVA im Jahr 2012 endlich durchgesetzt. Dies auch in bester Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ministern Mitterlehner, Stöger und Hundstorfer."

Die Urbefragung wirkt

Beim beitragsfreien Krankengeld Neu konnte die SVA bereits einen großen Erfolg für ihre Versicherten verbuchen: "Gerade Kleinunternehmen oder Familienbetriebe können bei längerer Krankheit sehr schnell in eine existenzbedrohende Situation kommen. Wir haben deshalb lange dafür gekämpft, dass unsere Versicherten ab 1. Jänner 2013 das beitragsfreie Krankengeld Neu in Anspruch nehmen können." Damit profitieren Selbständige bei schwerer Krankheit oder nach einem schwerwiegenden Unfall - in Kombination mit der freiwilligen Zusatzversicherung - nach der 6. Woche von einem Krankengeld zwischen 1.663 Euro und knapp 3.940 Euro im Monat.

Das doppelte Wochengeld stellt eine wichtige Neuerung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Unternehmerschaft dar. Mit derzeit 130.000 Unternehmerinnen wird bereits jedes dritte Unternehmen von einer Frau geleitet. Bei Neugründungen beträgt der Frauenanteil gar 40 Prozent. Grund genug, um das Wochengeld zu reformieren und damit eine 30 Jahre alte Fixbetragsregelung mit jährlichen Valorisierungen endlich abzulösen. Künftig wird das Wochengeld von ursprünglich knapp 27 Euro auf 50 Euro fast verdoppelt. Für die Zeit des Mutterschutzes kann das Wochengeld 8 Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin, am Tag der Entbindung sowie 8 Wochen nach der Entbindung bezogen werden.

2013 - Politik muss Zusagen umsetzen

Bereits in der Generalversammlung Mitte Dezember wurde die Deckelung der Kostenanteile bei 5 Prozent des Einkommens beschlossen. Die Zusagen für die SVA im Rahmen der Regierungsklausur von Laxenburg müssen von der Politik zügigst umgesetzt werden: "Wir brauchen die Umsetzung so bald wie möglich - hier vertrauen wir auf die weitere Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Stöger, Wirtschaftsminister Mitterlehner und Sozialminister Hundstorfer. Die Politik muss den Rahmen vorgeben, in dem wir handeln können."

Ebenfalls auf der Agenda des kommenden Jahres: Künftig werden Wochengeldbezieher für den Zeitraum der Bezugsdauer vom Sozialversicherungsbeitrag befreit. Als Entlastung für Unternehmensgründer wird künftig ein zinsenfreier Aufschub der Versicherungs-Nachzahlung der ersten drei Jahre ermöglicht. Weiters ist eine Überbrückungshilfe bei Zahlungsschwierigkeiten geplant, um Selbständigen bei Bedarf unterstützend unter die Arme zu greifen.

2012 war ein arbeitsreiches Jahr für alle: "Geschafft haben wir es nicht zuletzt dank unserer motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im direkten Kontakt mit unseren Versicherten haben sie sich mit Kompetenz, Lösungsorientierung, Herz und Hirn eingesetzt. Nur so war und ist es uns möglich, immer wieder neben dem Tagesgeschäft neue Wege zu beschreiten."

apa.at

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