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APA-Artikel 27. Dezember 2012

Ärztliche Versorgung über die Feiertage war vorbildlich

"Die medizinische Versorgung in Niederösterreich über das letzte Adventwochenende und die darauf folgenden Weihnachtsfeiertage verliefen ohne Engpässe", so Dr. Gerrit Loibl, Vizepräsident der NÖ Ärztekammer. "In unseren 150 Dienstsprengeln wurde fünf Tage lang ein kombinierter "Rund-um-die-Uhr-Wochenend-Feiertagsdienst" geleistet. Etwa jede dritte hausärztliche Ordination in Niederösterreich war daran beteiligt, insgesamt wurden alleine durch diese Dienste rund 19.000 Dienststunden über die Feiertage geleistet", so Dr. Loibl weiter. "Engpässe bei der Versorgung sind keine aufgetreten. Es hat sich damit wieder einmal bestätigt, dass die derzeit bestehende medizinische Versorgung an Wochenenden und Feiertagen vorbildlich ist."

"Komplettiert wurde die medizinische Versorgung durch mehrere hundert Spitalsärztinnen und -ärzte, die an den 27 Standorten der Landeskliniken stationäre Patientinnen und Patienten auch über die Feiertage rund um die Uhr versorgten, sowie durch den notärztlichen Dienst, der sich um die schwereren Akutfälle gekümmert hat, die in den ärztlichen Ordinationen nicht behandelt werden konnten", bestätigte der Kurienobmann der angestellten Ärzte, Dr. Ronald Gallob. "Etwa 1.000 Ärztinnen und Ärzte waren im Laufe der vergangenen fünf Tage im Einsatz. Besser kann man die medizinische Versorgung eines Bundeslandes nicht organisieren und durchführen. Umso erstaunlicher, dass das offenbar manchen noch zu wenig ist und es Kritik von der Patientenanwaltschaft wegen angeblich zu wenig geöffneter Facharztordinationen über die Feiertage gibt", meint Dr. Gallob.

Keine medizinische Unterversorgung über die Feiertage zu beklagen

"Dem niederösterreichischen Patientenanwalt, von dem diese Kritik kommt, scheint der medizinische Zweck von fachärztlichen Ordinationen nicht geläufig zu sein", vermutet Dr. Dietmar Baumgartner, Vertreter der niedergelassenen Ärzteschaft in Niederösterreich. "Das derzeit bestehende System ist im Zusammenspiel der Hausärzte und Spitäler vernünftigerweise so ausgelegt, dass an den Wochenenden, an Feiertagen und nachts die Notfälle behandelt werden. Dies wird derzeit bestens erfüllt. Ich denke, dass niemand Interesse daran hat, dass in der Nacht auf den 25. Dezember zusätzlich in einem Teil der fachärztlichen Ordinationen Impfungen durchgeführt, Kontaktlinsen angepasst oder routinemäßig Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden", so Dr. Baumgartner.

Aber sollte dem wirklich so sein und der Patientenanwaltschaft würden Beschwerden von Patientinnen und Patienten über eine medizinische Unterversorgung über die Feiertage vorliegen, dann sollte Patientenanwalt Dr. Bachinger laut den Vertretern der NÖ Ärztekammer ehestmöglich Kontakt zur Gebietskrankenkasse und dem Land Niederösterreich aufnehmen, um diesen angeblichen Missstand abzustellen. "Wir Ärztevertreter sind gegenüber medizinisch sinnvollen Optimierungen im System aufgeschlossen und immer gesprächsbereit", stellt Dr. Baumgartner klar.

Diensthabende Ordinationen ganz einfach zu finden

Kurz vor den Feiertagen hat die NÖ Ärztekammer sogar noch einen Schritt gesetzt, durch den die diensthabenden Ordinationen in Niederösterreich zu jeder Tages- und Nachtzeit ab sofort noch leichter zu finden sind. "Seit einigen Tagen können Smartphone Besitzer genau diese Informationen mit Hilfe der kostenlosen Handy-App "Arztsuche NÖ" jederzeit abrufen. In einer ersten Stufe sind alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit Kassenvertrag in Niederösterreich erfasst", so Vizepräsident Dr. Loibl. Mit der Entwicklung dieser App zeigt die NÖ Ärztekammer ganz deutlich, dass man dort entgegen der Unterstellung durch Gesundheitspolitiker sehr wohl Willens und in der Lage ist, neue Wege zu gehen. "Zielsetzung war, den Patientinnen und Patienten eine neue Möglichkeit zu bieten, möglichst einfach eine diensthabende Ordination zu finden." Die App ist leicht zu bedienen und kann mit Hilfe verschiedener Suchoptionen verwendet werden. "Arztsuche NÖ" ist kostenlos für I-Phone Besitzer im App Store und für Android Besitzer im Google Play Store downloadbar", so Vizepräsident Dr. Loibl.

apa.at

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