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APA-Artikel 21. Dezember 2012

Kärnten investiert 22 Millionen Euro in Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Von einer Initiative gegen den drohenden Ärztemangel bis zu Investitionen in die Landesspitäler wurde heute, Freitag, in der Sitzung der Gesundheitsplattform unter Vorsitz von Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LHStv. Peter Kaiser eine Reihe wichtiger Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Kärntner Gesundheitsversorgung gefasst. Es war die erste Sitzung unter Kaisers Vorsitz nach der von ihm initiierten Außer-Streitstellung des Gesundheitswesens.

 

"Es freut mich für alle Kärntner, dass sich nun endgültig alle Kräfte zu einer verantwortungsbewussten Gesundheitspolitik bekennen und erkannt haben, dass die Gesundheitspolitik gemeinsam alles tun muss, um die Rahmenbedingungen für die beste Gesundheitsversorgung zu gewährleisten", betonte Kaiser, der sich allen vor allem bei den Mitarbeitern in den Kärntner Spitälern für ihr vorbildliches Engagement auch in nicht immer einfachen Zeiten bedankte.

 

Ein wichtiger von Kaiser initiierter Beschluss wurde hinsichtlich der Ärzte-Ausbildung sowie einem drohenden Ärztemangel gefasst. Dazu werden Studien zum Fachärztebedarf in den Bereichen "Innere Medizin" und "Neurologie" sowie über die Motive zur Arbeitsplatzwahl von aus Kärnten stammenden Medizin-Studium-Absolventen aussagekräftige Entscheidungsgrundlagen für die Zukunft bieten. Außerdem wurde der Fachärzteausbildungspool des Kärntner Gesundheitsfonds auf 670.000 Euro pro Jahr aufgestockt.

 

Beschlossen wurde auch die Einrichtung eines "Wundzentrums" im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St.Veit/Glan. In dieser Einrichtung sollen Menschen mit chronischen Wunden, die dadurch großen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt sind, noch zielgerichteter versorgt werden. "Durch die nachhaltige Behandlung schwerer Wunden sollen diese schneller abheilen und dadurch soll die Lebensqualität der Betroffenen steigen.

 

Gleichzeitig können durch eine verbesserte ambulante Versorgung, unnötige stationäre Aufenthalte und Krankenhaustransporte vermieden und dadurch eine kosteneffiziente Behandlung ermöglich werden", so Kaiser, der die jährlichen Kosten mit 250.000 Euro beziffert. Dem gegenüber stehe, verglichen mit einer stationären Behandlung, ein ökonomischer Vorteil von rund 150.000 Euro jährlich.

 

Weiters wurden 8,47 Millionen Euro für Initiativen zur Ess-Störungsnachsorge, die Ausweitung des Pflege- und Gesundheitsservice auf das gesamte Bundesland, eine Adipositas-Prävention für Kinder- und Jugendliche, eine Ausweitung der Möglichkeiten der Peritonealdialyse, die Beseitigung von Versorgungsdefiziten im Bereich von Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leistungen der Hauskrankenpflege und der Notarztversorgung durch das Rote Kreuz genehmigt.

 

Die Kärntner Krankenhäuser erhalten im nächsten Jahr 12,82 Millionen Euro für dringend notwendige Baumaßnahmen sowie zur Anschaffung von medizinisch-technischer Ausstattung. "Damit kann im Klinikum Klagenfurt der Zubau Ost am ehemaligen Chirurgie-Gebäude in Angriff genommen werden und im LKH Villach wird der Vollausbau der Psychiatrie und die Aufstockung der Dialyseplätze realisiert", erklärte Kaiser.

apa.at

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