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APA-Artikel 20. Dezember 2012

Gesundheitsreform - Proteste auch in Kärnten

Gegen die Gesundheitsreform wird es im Jänner nicht nur in Oberösterreich Proteste geben, sondern auch in Kärnten. Wie diese im südlichsten Bundesland aussehen werden, ist allerdings noch offen. Ob es so wie in Oberösterreich auch Praxisschließung geben wird, ist noch nicht entschieden. In der Steiermark will die Ärztekammer erst am morgigen Freitag über etwaige Protestmaßnahmen entscheiden. In den anderen Bundesländern wird es nach derzeitigem Stand keine Aktionen geben, bestenfalls könnte es zu Informationen an die Patienten kommen.

Die Kärntner Ärztekammer wird im Jänner Proteste gegen die Gesundheitsreform durchführen. Kammeramtsdirektor Bernd Adlassnig erklärte gegenüber der APA, es werde "auf jeden Fall" Aktionen geben. Welche dies genau sein werden, darüber werde derzeit noch diskutiert. "Das kann eine Enquete sein oder eine Massenveranstaltung." Ob es auch Praxisschließungen geben werde, sei noch offen.

In Wien wird es keine Schließungen von Ordinationen geben. Wenn es zu Aktionen kommen sollte, dann werde es sich um Informationen an die Patienten handeln, hieß es aus der Wiener Kammer. Beschlossen sei aber noch nichts.

Ähnlich ist auch die Lage in Salzburg. Hier wird die Ärztekammer am 16. Jänner ihre Mitglieder über die Position der Standesvertretung informieren, "und wir werden das auch der Bevölkerung kommunizieren. Sollten später die befürchteten Probleme auftreten, dann werden wir uns erlauben, darauf hinzuweisen", sagte Kammerpräsident Karl Forstner zur APA.

Auf weitere Protestaktionen verzichtet die Ärztekammer Salzburg vorerst, obwohl sie mit der Entscheidung der Politik nicht einverstanden ist. "Wir kritisieren, dass die Reform Nachteile für die Patienten bringen wird. Ordinationsschließungen bringen aber auch Nachteile für die Patienten, das geht nicht zusammen. Daher halten wir sie für den falschen Weg", betonte Forstner. "Die Politik entscheidet in Österreich, so sind die Spielregeln, und das nehmen wir zur Kenntnis. Daher wollen wir in eine konstruktive Position zurückkehren."

Auch seitens der Ärztekammer NÖ sind derzeit keine Protestmaßnahmen geplant. Pressesprecherin Birgit Jung verwies lediglich auf eine Kurienversammlung der niedergelassenen Ärzte am 16. Jänner. Dabei werde auch die weitere Vorgangsweise diskutiert. Im Burgenland sind derzeit ebenfalls keine weiteren Proteste der Ärzte geplant. Stattdessen wolle man vorerst Gespräche führen. "Derzeit scheinen unsere Maßnahmen von Erfolg gekrönt, daher scheinen keine weiteren Protestmaßnahmen nötig zu sein", sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang. Auch in Vorarlberg und in Tirol sind keine derzeit Protestmaßnahmen geplant.

apa.at

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