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APA-Artikel 20. Dezember 2012

Tilak kosteten Behandlungsfehler in acht Jahren 1,5 Millionen Euro

Nach Behandlungsfehlern hat die Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH (Tilak) in den vergangenen acht Jahren rund 1,5 Millionen Euro an betroffene Patienten bzw. deren Angehörige bezahlt. Seit 2004 habe der Krankenhauserhalter in 34 Fällen Schadenersatzzahlungen geleistet, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (TT) in ihrer Donnerstagsausgabe. Vonseiten der Tilak hieß es, dass "sowohl die Anzahl der Verfahren als auch die Höhe der ausbezahlten Schadenssumme im üblichen Rahmen liege."

Insgesamt seien seit damals 129 straf- bzw. zivilrechtliche Verfahren von Patienten an Tilak-Krankenhäusern (Landeskrankenhaus Innsbruck - Universitätskliniken, Landeskrankenhaus Hall in Tirol, Landeskrankenhaus Hochzirl und Natters sowie Bezirkskrankenhaus Schwaz, Anm.) wegen Fehlbehandlungen eingeleitet worden. Derzeit seien noch 61 Gerichtsverfahren anhängig, 68 konnten erledigt werden, wurde Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (V) in dem Blatt zitiert. "Von den erledigten Verfahren führten 34 zur gänzlichen und neun zur teilweisen Klagsabweisung", erläuterte er. In drei Fällen habe die Tilak die Forderungen zur Gänze anerkennen müssen, in 22 Verfahren habe ein Vergleich erzielt werden können.

In Bezug auf möglich künftige Kosten bei Therapien für Behandlungsfehler nach einem Feststellungsbegehren seien der Tilak eigenen Angaben nach "daraus noch nie Kosten erwachsen", führte die "TT" an. Die Tiroler Grünen, auf deren Anfrage diese Zahlen offengelegt wurden, zweifelten aber daran. "Meinen Informationen zufolge gab es erfolgreiche Feststellungsbegehren, die die Tilak verpflichten, nach Behandlungsfehlern für zukünftige Pflege und andere medizinische Leistungen zu bezahlen", meinte LAbg. Georg Willi (G). Seiner Annahme nach seien bereits Zahlungen geleistet worden bzw. würden in Zukunft geleistet werden müssen.

apa.at

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