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APA-Artikel 17. Dezember 2012

EU will Schockbilder auf Zigarettenschachteln - neuer Entwurf

Zigarettenhersteller müssen nach dem Willen der EU-Kommission künftig deutlich drastischer auf die Gesundheitsgefahren durch das Rauchen hinweisen als bisher. So müssten größere Warnungen vor Gesundheitsrisiken auf Zigarettenschachteln gedruckt werden, heißt es in einem Entwurf für neue Tabakbestimmungen am Montag. Neben der "Schockwerbung" aus Fotos und Text sollten außerdem etwa mit Menthol oder Nelken parfümierte Zigaretten verboten werden.

So weit wie Australien wollte die EU-Kommission aber nicht gehen. Dort dürfen Zigaretten nur in schlichten olivgrünen Schachteln verkauft werden, auf denen drastische Warnungen vor Gesundheitsrisiken abgedruckt sind.

Nach dem EU-Entwurf steht es den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aber frei, sich Australien mit dem weltweit schärfsten Gesetz zum Vorbild zu nehmen. Mindeststandard in der EU soll sein, dass 75 Prozent der Schachtel mit Warnungen aus Text und Fotos von kranken Körperteilen bedeckt sind.

Die Vorschläge sollen am Mittwoch veröffentlicht werden. Bevor sie Gesetzeskraft erlangen, müssen die Regierungen der EU-Staaten und das Europäische Parlament zustimmen. Der Prozess könnte bis zu zwei Jahren dauern.

apa.at

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