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APA-Artikel 17. Dezember 2012

Linzer AKh-Gyn verschmilzt mit Landes-Frauenklinik

Der Zusammenschluss der Gynäkologie des Allgemeinen Krankenhauses (AKh) der Stadt Linz und der vom Spitalsbetreiber des Landes (gespag) getragenen Landes-Frauen- und Kinderklinik (LFKK) erfolgt bereits mit Jahreswechsel und damit erheblich früher als im Zuge der Spitalsreform II geplant 2017.

16 Mitarbeiter und 17 Betten übersiedeln vom Akh in die LFKK, die Gesamtleitung übernimmt der bisherige Primar der AKh-Gynäkologie Peter Oppelt. Er stellte das Projekt gemeinsam mit den gespag-Vorständen Karl Lehner und Harald Geck in einer Pressekonferenz am Montag in Linz vor.

 

Seit 2007 kooperieren LFKK und AKh, "nun erfolgt der konsequente nächste Schritt", so Geck. Gynäkologie, Geburtshilfe und endokrinologische Gynäkologie sowie Kinderwunschzentrum sind ab 2013 in der Klinik stationiert. Sie sei damit "Zentralanbieter für Frauengesundheit", so Oppelt. Er leitet ab 1. Jänner 2013 die Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie an der LFKK mit dann 160 Mitarbeitern und 92 Betten. Mit jährlich 3.300 Entbindungen sei es die größte Abteilung in Österreich, so Lehner.

 

Elf Ärzte und fünf Pflegekräfte bringt Oppelt aus dem AKh mit. Eine Abteilung bleibt als "Sozialmedizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und Gendermedizin" im städtischen Krankenhaus. Hier werden tagesklinische Leistungen wie die Fristenlösung samt Beratung durchgeführt, die First-Love-Ambulanz und Behandlungen der Gender-Medizin angeboten. Betreut werden diese Patientinnen aus dem neuen Ärzte-Pool der LFKK, das Pflegepersonal kommt wie bisher vom AKh.

 

Operationen, bei denen ein Chirurg oder Urologe notwendig sei, würden weiterhin im AKh durchgeführt, so Oppelt. Die Umsetzung der Zusammenlegung wurde durch den Wunsch des bisherigen Primars in der LFKK, Gernot Tews, im Oktober in Pension zu gehen, beschleunigt. Im Frühjahr habe man davon erfahren, so Lehner, und den Projektauftrag der reinen Übersiedelung um die Zusammenführung der Abteilungen ergänzt. Es gebe keine Entlassungen, das Sparpotenzial werde sich in den nächsten Jahren entwickeln, so Lehner. Dies sei "das Schlüsselprojekt der Spitalsreform II" und bringe eine Qualitätsverbesserung für Patientinnen und Mitarbeiter.

 

Diese Optimierung werde durch den neuen Primar Oppelt garantiert, sagte Lehner. Der gebürtige Deutsche ist seit November 2008 Primar für Gynäkologie und Geburtshilfe am AKh Linz und freut sich auf die neue Aufgabe. Gerätschaften und Patientinnen werden bis Jahreswechsel übersiedelt. Mit der Endokrinologie gebe es erstmals in Oberösterreich eine Abteilung, die sich um die Hormone der Frau vor und nach den Wechseljahren kümmere. Die Forschung sei derzeit "noch etwas hinterrangig". Zwei Kollegen würden aber Anfang 2013 eine Habilitation einreichen. Ziel seien Habilitationen in Linz, sobald es eine Medizin-Fakultät gebe.

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