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APA-Artikel 14. Dezember 2012

Konzept für Linzer Med-Fakultät vorgelegt - OÖ gibt sich kämpferisch

Die Pläne für eine Linzer Medizin-Fakultät nehmen konkretere Formen an. Oberösterreich hat ein Einreichprojekt erarbeitet und gestern, Donnerstag, dem Bund vorgelegt. Die Verantwortlichen des Landes geben sich kämpferisch: "Wir werden ganz sicher nicht aufgeben", betonte Gesundheitsreferent LH Josef Pühringer (V) am Freitag in einer Pressekonferenz. "Sehr optimistisch" geschätzt könnte die Fakultät als Teil der Johannes Kepler Universität (JKU) im Studienjahr 2014/15 den Betrieb aufnehmen.

Die oberösterreichischen Pläne sehen vor, dass das AKH Linz, die Landes-Frauen- und Kinderklinik und die Landesnervenklinik Wagner-Jauregg zur "Johannes Kepler Universitätskrankenanstalt" zusammengeschlossen werden. Diese soll dann die Forschungs- und Lehraufgaben im klinischen Bereich gemeinsam mit der Medizin-Fakultät erfüllen. Die Verantwortlichen betonten die großen Synergiepotenziale, da man mit der JKU bereits über ein entsprechendes Umfeld verfüge. Die Ordensspitäler sollen künftig Partner-Krankenanstalten werden.

Pühringer ist trotz Gegenwinds vonseiten des Bundes und bestehender Standorte "der festen Überzeugung", dass kein Weg an einer Linzer Medizin-Fakultät, die günstiger als andere Universitäten arbeiten werde, vorbeiführt: Bei einer Erhebung im Oktober hätten in Oberösterreich 80 Spitalsärzte gefehlt. Konkrete Angaben zu den geschätzten Kosten wollte der Landeshauptmann nicht machen. Diese seien noch Gegenstand der Verhandlungen, die am 12. Februar fortgesetzt werden sollen.

Pühringer kündigte an, dass man den politischen Druck in Richtung Wien verstärken werde. Für den Bund sei es "ein gewisses Problem", dass er nach einer Anschubfinanzierung durch Oberösterreich die Kosten tragen müsse, so der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (S). Es gelte, das Zeitfenster bis zur kommenden Nationalratswahl zu nutzen, mit Alois Stöger (S), Reinhold Mitterlehner und Maria Fekter (beide V) verfüge man aktuell über drei Minister aus dem eigenen Bundesland. Informelle Gespräche mit Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Stöger hätten jedenfalls auf Unterstützung hingedeutet, erklärte LH-Stv. Josef Ackerl (S).

apa.at

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