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APA-Artikel 12. Dezember 2012

Industrie zu Gesundheitsreform: Gesamthafte Planung und Steuerung ist richtiger Weg

"Die erzielte Einigung über eine 15a-Vereinbarung zu einem gemeinsamen Zielsteuerungssystem-Gesundheit von Bund, Ländern und Sozialversicherung ist nach fast zweijährigen Verhandlungen ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Effizienz in der Gesundheitsversorgung", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich der Einigung zur Gesundheitsreform. Österreichs Gesundheitssystem bietet der Bevölkerung Zugang zu qualitativ hochwertigen Leistungen und sichert eine flächendeckende Versorgung. Mit Gesundheitsausgaben von elf Prozent des BIP ist dieses System gleichzeitig jedoch sehr kostenintensiv und gehört zu den teuersten Gesundheitssystemen aller OECD-Staaten. Grundlage der nunmehr vereinbarten Finanzzielsteuerung ist ein Ausgabendämpfungspfad, durch den eine kumulierte Kostendämpfung von 3,4 Milliarden Euro bis 2016 realisiert werden soll. Die heutige Einigung sei jedoch "nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir dürfen uns jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Es gibt noch genug Bereiche, bei denen Reformbedarf besteht", erklärte der IV-Generalsekretär. "Erforderlich sind eine klare Zuordnung der jeweiligen Finanzierungsverantwortung und verbindliche Sanktionsmechanismen, damit die vereinbarten Reformmaßnahmen tatsächlich mit Leben gefüllt werden und ihre positive Wirkung entfalten können", so Neumayer.

"Ziel muss die Überwindung der zersplitterten Kompetenzen im Gesundheitswesen und die Abschaffung von unnötigen Doppelgleisigkeiten sein. Angesichts der drohenden Kostensteigerungen durch die demografischen Veränderungen müssen wir rasch gegensteuern, bevor die Kosten vollends aus dem Ruder laufen", so der IV-Generalsekretär. "Verstärkte Kooperationen und bessere Zusammenarbeit der Spitäler sind sowohl in ökonomischer, als auch in qualitativer Hinsicht dringend erforderlich", betonte Neumayer. "Darüber hinaus wäre jedoch auch ein bundesweit einheitliches Krankenanstaltengesetz zu implementieren, um die Rahmenbedingungen für eine effiziente und treffsichere Steuerung des Gesundheitssystems zu optimieren", unterstrich Neumayer. "Die Zusammenarbeit der Akteure im Gesundheitswesen muss im Interesse der Patientinnen und Patienten weiter gestärkt und die Versorgungsstrukturen müssen prozessorientiert ausgerichtet werden. Insgesamt muss das Schnittstellenmanagement zwischen stationärem und niedergelassenem Bereich sowie über Berufsgruppen und Bundesländergrenzen hinaus intensiviert werden", so Neumayer abschließend.

apa.at

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