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APA-Artikel 12. Dezember 2012

Ziel bei ÖAW-Leistungsvereinbarung erreicht

Rund ein Jahr nach Unterzeichnung der ersten Leistungsvereinbarung zwischen dem Wissenschafts- und Forschungsministerium (BMWF) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist ein wichtiges Ziel im Restrukturierungsprozess der ÖAW erreicht: Die Übertragungen von 14 ÖAW-Einrichtungen und ÖAW-Forschungsgruppen an Universitäten sind erfolgreich abgeschlossen, informierten Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und ÖAW-Präsident Dr. Helmut Denk in einem gemeinsamen Pressegespräch.

"Die Übertragungen an Universitäten unterstützen die Profilbildung an Österreichs Hochschul- und Forschungseinrichtungen", so Minister Töchterle. Bestehende Stärken an Universitäten können so ausgebaut werden, die ÖAW wiederum kann sich auf ihre in der Leistungsvereinbarung mit dem Ministerium verankerten Kerngebiete verstärkt konzentrieren. Das sei auch "gelebter Hochschulplan" und stärke den Forschungsstandort Österreich insgesamt, werden doch Synergien bestmöglich genutzt. Weiters sieht Töchterle eine "wesentliche Stärkung der Lehre, denn zahlreichen Institutsmitgliedern eröffnet sich nun die Möglichkeit, ihre Forschungsschwerpunkte zu lehren. Der Minister dankt allen, die zu diesem Reformvorhaben beigetragen haben - "es war gewiss kein einfacher, aber ein lohnender Prozess", so Töchterle.

"Die ÖAW sieht in den Übertragungen die Chance, die Arbeit der betroffenen Forschungseinrichtungen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Zukunft zu sichern. Das dadurch freiwerdende Budget (rund 8,3 Millionen Euro pro Jahr) steht der ÖAW weiter zur Verfügung und kann in Forschungsschwerpunkte der ÖAW auf naturwissenschaftlichem aber auch sozial- und geisteswissenschaftlichem Gebiet investiert werden", erklärt ÖAW-Präsident Helmut Denk.

Die Übertragungen der ÖAW-Einrichtungen und ÖAW-Forschungsgruppen im Überblick: Übertragung an Universität Innsbruck

  • Institut für Limnologie (ILIM) - Institut für Biomedizinische Alternsforschung (IBA) - Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika (Teilübertragung)

Übertragung an Universität Salzburg

  • Geographic Information Science (GIS) - Kommission zur Herausgabe des Corpus der lateinischen Kirchenväter (CSEL) - Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMREAL)

Übertragung an Donau-Universität Krems

  • Institut für integrierte Sensorsystem (IISS)

Übertragung an Medizinische Universität Graz, Technische Universität Graz und Karl-Franzens-Universität Graz

  • Institut für Biophysik und Nanosystemforschung (IBN)

Übertragung an Montanuniversität Leoben

  • Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft (ESI) (Forschungsgruppe)

Übertragung an Universität Wien

  • Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs - Institut für europäische Integrationsforschung - Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung (Forschungsgruppe)

Übertragung an Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

  • Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (Forschungsgruppe)

Übertragung an Karl-Franzens-Universität Graz

  • Institut für europäisches Schadenersatzrecht (ESR) (Forschungsgruppe)

Die ÖAW zeichnet sich durch exzellente Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Molekularbiologie, Physik, angewandten Mathematik, Weltraumforschung sowie den sozial- und historischen Wissenschaften aus. Seit 2000 wurde das Forschungsbudget der ÖAW in etwa verdoppelt. Durch die Übertragung von Einrichtungen und Gruppen sowie Einzelforscherinnen und Einzelforscher (insgesamt 187 Personen) an Universitäten wird sich die ÖAW auf ihre in der Leistungsvereinbarung festgelegten Stärkefelder konzentrieren.

apa.at

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