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APA-Artikel 11. Dezember 2012

CH: Verbot von weiteren 46 Designerdrogen per 1. Dezember 2012

Die Schweiz unterstellt im Kampf gegen Designerdrogen erneut 46 Substanzen der Betäubungsmittelgesetzgebung. Das heisst: Herstellung, Handel und Anwendung werden verboten und unterliegen der Strafandrohung des Gesetzes.

Zudem ist es für die Zoll- und Polizeiorgane damit möglich, diese Ware unmittelbar zu beschlagnahmen, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic am Dienstag mitteilten.

Eine entsprechende Verordnungsänderung des EDI trat Anfang Dezember in Kraft. Nun sind gegen 100 Designerdrogen illegal. Vor Jahresfrist waren bereits über 50 solcher Substanzen dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt worden.

Für Firmen und Laboratorien, die für ihre geschäftliche Tätigkeit die erwähnten Substanzen benötigen, sieht das Gesetz die Möglichkeit einer speziellen Bewilligung vor. Diese wird im Einzelfall und nach sorgfältiger Prüfung durch das EDI erteilt.

Boomender Markt

Die Schweiz will mit dem Verbot nicht zuletzt verhindern, dass sie zum Umschlagplatz für Designerdrogen wird. Diese werden im Internet unter anderem als Badesalze oder Dünger gehandelt und haben ganz unterschiedliche Wirkungen.

In der Szene tauchen laufend neue Substanzen auf. Der Markt mit synthetisch herstellten Drogen boomt. Allein in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres hatte die Eidgenössische Zollverwaltung 40 Kilogramm Designerdrogen sichergestellt, darunter 30 Liter K.-o.- Tropfen.

apa.at

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