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APA-Artikel 11. Dezember 2012

FP-Frigo: Drohender Mangel an Kinderärzten

Die Wiener Gebietskrankenkasse hat offensichtlich kein Mitleid mit den kleinsten Patienten: Keine neuen Verträge für Kinderärzte, stattdessen Ausbau von Ambulatorien heißt es. Für den Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo sieht die Prognose düster aus: "Schon jetzt ist die kinderärztliche Versorgung in Wien am Limit. Aufgrund der Überalterung der Kinderärzte und der schlechten Bedingungen für die jungen nachfolgenden Ärzte könnte es in wenigen Jahren einen erheblichen Mangel an Kinderärzten geben. Daher fordern wir eine sofortige Verbesserung der Bedingungen für die Ärzte!"

Derzeit gibt es in Wien keinen niedergelassenen Kinder- bzw. Jugendpsychiater mit Krankenkassen mehr. Das heißt, nur wer zahlt kann sich seinen Arzt aussuchen, die anderen haben in der Spitalsambulanz kaum die Möglichkeit einer freien Arztwahl.

Frigo: "Wir lehnen eine Zweiklassenmedizin im öffentlichen System ab - insbesondere bei den Kindern. Noch gibt es genügend Kinderärzte, die sich auch gerade in Wien gerne niederlassen wollen. Wir fordern daher die flächendeckende Aufstockung der Kinderarztpraxen in Wien durch die Wiener Gebietskrankenkasse - in Summe zumindest von den derzeit bestehenden 366 Kinderfachärzten auf 400 sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, hier etwa die Bezahlung jedes Einzelbesuches statt Pauschalierung."

Dass der Kinderarzt, der trotz des vielen Ordinationsstresses noch Hausbesuche macht und trotzdem kein Parkpickerl bekommt, zeigt die Kurzsichtigkeit der rot-grünen Stadtpolitiker. Der Lohn ist oft ein Strafzettel. Es ist an der Zeit diese Politik zu ändern und Prioritäten wieder richtig zu reihen - vor allem gehört die Gesundheit an die erste Stelle, so Frigo abschließend.

apa.at

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