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APA-Artikel 7. Dezember 2012

Haubner: Wirtschaftsbund erreicht Krankengeld und erhöhtes Wochengeld für Selbständige

"Nach hartnäckigen Verhandlungen und mit großer Unterstützung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner haben wir die Umsetzung von zwei jahrelangen Wirtschaftsbund-Forderungen erreicht: Das Krankengeld und das erhöhte Wochengeld für Selbständige werden mit 1.1.2013 Realität sein. Wir konnten den Koalitionspartner davon überzeugen, die Erhöhung des Wochengeldes bereits heute im Parlament zu beschließen - das ist ein großer Erfolg", betont der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner, anlässlich des entsprechenden Antrags, der in der heutigen Nationalratssitzung eingebracht und beschlossen wird.

Zwischen Arbeitnehmerinnen und Selbständigen gab es in Punkto Wochengeld bis jetzt ein deutliches Ungleichgewicht: Während Arbeitnehmerinnen Wochengeld in der Höhe des Nettoverdienstes erhalten, bekamen Unternehmerinnen lediglich 27 Euro pro Tag. "Der Wirtschaftsbund hat sich seit Jahren für eine Erhöhung eingesetzt. Mit dem Plenums-Beschluss wird nun das Wochengeld für Selbständige auf 50 Euro fast verdoppelt", verdeutlicht Haubner. Wichtig ist dem Wirtschaftsbund auch die Befreiung von der Beitragspflicht zur Sozialversicherung für die Dauer des Wochengeldbezugs. "Hier haben wir die Zusage des Koalitionspartners, dass noch im Jänner ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt wird. Damit wird die Beitragsbefreiung rückwirkend auch per 1.1.2013 umgesetzt", so Haubner.

Auch das Krankengeld für Selbständige wird heute noch beschlossen. Im Gegensatz zu unselbständig Beschäftigten, die im Krankheitsfall durch Krankengeld abgesichert sind, gab es für Unternehmer bis jetzt nur die Möglichkeit einer freiwilligen Zusatzversicherung zur annähernden Abdeckung ihres Verdienstentgangs. Nun werden Unternehmer und Angestellte zumindest in einem Punkt endlich gleichgestellt: Selbstständig Erwerbstätige bekommen künftig ein Krankengeld, wenn sie länger als 42 Tage arbeitsunfähig sind. "Für alle, denen diese Maßnahme nicht weit genug geht, sei gesagt: Eine lange Zeit haben sich die politischen Mitbewerber ganz und gar geweigert, Krankengeld nach der sechsten Krankenstandswoche überhaupt in Betracht zu ziehen", stellt Haubner mit aller Deutlichkeit klar, und betont abschließend: "Mit diesen zwei Maßnahmen ist uns ein wichtiger und lange geforderter Schritt zu besseren finanziellen Rahmenbedingungen für Selbständige gelungen. Und das ist wichtig, denn sie sind nicht nur wichtige Sozialmaßnahmen für Unternehmer und ihre Familien, sondern sichern auch Arbeitsplätze!"

apa.at

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