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APA-Artikel 6. Dezember 2012

Studie: Geringes Gesundheitswissen der Bevölkerung - OÖGKK setzt Maßnahmen

Mehr als 50 Prozent der Österreicher haben Probleme, einfache Gesundheitsinformationen zu finden, richtig zu verstehen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen daraus ableiten: So das beunruhigende Ergebnis einer europäischen Vergleichsstudie des Ludwig Boltzmann Instituts in Wien. Die OÖ Gebietskrankenkasse setzt daher für 2013 einen Arbeitsschwerpunkt gegen den "Gesundheits-Analphabetismus".

"Die besten Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention greifen nur dann gut, wenn sie die Menschen auch anwenden können", gibt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth zu bedenken. Laut Studie haben 16,7 Prozent der Österreicher eine unzureichende bzw. problematische (38,1 Prozent) Gesundheitskompetenz. Damit erreicht Österreich den vorletzten Platz unter acht Teilnehmern - knapp vor Schlusslicht Bulgarien. Die OÖGKK hat unverzüglich diese Ergebnisse analysiert und eine Initiative zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz gestartet.

OÖGKK: rasches Handeln

Aktuell arbeitet die OÖGKK ein Konzept aus, das Anfang 2013 bereits fertig sein wird. Die OÖGKK hat ihre Leistungen zur Gesundheitsförderung in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Zielgruppengenaue, verständliche und praktisch umsetzbare Informationen sind schon heute ein fixes Kommunikationsziel der OÖGKK. "Aus Kundenbefragungen wissen wir, dass unsere Versicherten auch gut mit unseren Angeboten zurechtkommen. Trotzdem fühlen wir uns durch die Studie berufen, an einer Verbesserung der Gesamtsituation mitzuwirken" so OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer. Allerdings: "Die Förderung der Gesundheitskompetenz muss breiter in allen Politikfeldern verankert werden und ist nicht nur eine Aufgabe der Gesundheitsversorger. Vor allem das Bildungssystem ist jetzt gefordert - auch hinsichtlich einer gesunden Medienkompetenz."

270 Millionen gesunde Infos?

Tatsächlich zeigt die Studie: Nicht nur ältere oder sozial schwächere Gruppen haben Probleme mit der Bewertung von Gesundheitsinformationen. Angesichts der Informationsflut der neuen Medien bekommen auch gebildete Schichten zusehends Probleme. "Die Suchmaschine google liefert zur Anfrage "Gesundheit" über 270 Millionen Antworten. Das ist qualitativ wie quantitativ praktisch nicht mehr bewertbar", so Hinterwirth. Für die OÖGKK steht damit fest: Das Problem ist nicht an grundsätzlicher Mangel an Gesundheitsinformationen. Das Problem ist die Selektion von hochwertigen, verständlichen Informationen mit hohem Nutzwert.

Wettbewerb um Glaubwürdigkeit

Die OÖGKK sieht sich daher nicht in einem Wettbewerb um die meisten Informationen, sondern um die hochwertigsten. Wesenauer präzisiert: "Es ist ein Wettbewerb um Glaubwürdigkeit. Unser Ziel ist, dass die Versicherten in der OÖGKK und ihren Partnern die erste Adresse für hochwertige Antworten auf persönliche Gesundheitsfragen sehen." Dabei hat die OÖGKK einen einzigartigen Erfahrungsschatz: Seit 1869 trägt die soziale Krankenversicherung Verantwortung für die Gesundheit der oberösterreichischen Bevölkerung. Derzeit schützt die OÖGKK rund 1,2 Millionen Menschen in unserem Bundesland.

apa.at

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