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APA-Artikel 5. Dezember 2012

FP-Frigo: Ärzteausbildung in Wien durch Einsparungen im Wiener AKH gefährdet

Im Wiener AKH, also der Medizinischen Universität Wien werden die Hälfte aller Ärzte Österreichs ausgebildet - der Rest in Graz und Innsbruck. Durch sinnlose Sparmaßnahmen und Scheinreformen sollen Arztstellen eingespart werden. Im AKH sind 74 Stellen betroffen. Dies bedeutet aber nicht nur eine Reduktion der Patientenversorgung sondern auch weniger Zeit für den Studentenunterricht sowie für die Ausbildung der jungen Ärzte, kritisiert heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo.

Gerade die Investition in die Ausbildung der Jugend ist unzweifelhaft die Beste und für unser Gesundheitssystem evident. Statt Ärzte einzusparen sollte an eine Verwaltungsreform gedacht werden. Der immer größere Dokumentationsaufwand darf nicht auf Kosten der Zeit, die der Arzt mit dem Patienten verbringt, gehen, fordert Frigo.

"Eine Gesundheitsreform oder einen Spitalsplan zu erarbeiten, ohne die Beteiligten, wie vor allem Ärzte, aber auch Pflegepersonal, in die Planung einzubinden, ist so wie ein Haus ohne Baumeister errichten zu wollen - es wird mit Glück ein schiefes Haus, aber in den meisten Fällen früher oder später zusammenfallen", sagt Frigo, "Haben wir uns so einen Pfusch in der Gesundheit verdient?"

Es ist höchste Zeit für eine Gesundheitsreform in Wien. Der Studentenstreik ist das nächste Signal für eine verfehlte Gesundheitspolitik, so Frigo, der abschließend fordert, "keine Reform ohne Einbeziehung von allen Beteiligten, wie Ärzten, Pflegeberufen und Patienten sowie transparente und verständliche Versorgungspläne statt unlesbare Märchenbücher mit unerfüllbaren Planungszielen in der Gesundheit."

apa.at

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