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APA-Artikel 30. November 2012

Steyrer Krankenhaus-Direktorin Federl neu im oö. gespag-Vorstand

Die ärztliche Direktorin des Landeskrankenhauses Steyr, Ingrid Federl (56), kommt ab 1.4.2013 neu in den dann dreiköpfigen Vorstand des oberösterreichischen Krankenhausbetreibers gespag. Sie wird die Umsetzung der oberösterreichischen Spitalsreform und das Personal verantworten, sowie die Qualitätssicherung übernehmen. Das gaben LH Josef Pühringer (V) als Eigentümer-Vertreter, der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Mittendorfer und sein Stellvertreter, der frühere Vorsitzende des SPÖ-Landtagsklubs Karl Frais in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz bekannt.

Die Bestellung eines dritten Vorstandes war angesichts der Sparmaßnahmen umstritten, wurde aber im Aufsichtsrat im Oktober mit elf von 13 Stimmen beschlossen. Das wurde damit argumentiert, dass die Spitalsreform mit einem Kostendämpfungspotenzial von 2,3 Mrd. Euro nach einer zentralen Ansprechperson in der obersten Führungsetage verlange. Es habe bei der jetzigen Bestellung von Federl eine Gegenstimme im Aufsichtsrat gegeben, die sich nicht gegen sie, sondern prinzipiell gegen den umstrittenen dritten Vorstandsposten gerichtet habe, so Mittendorfer. Die 56-Jährige sei eine optimale Ergänzung des Teams, so Frais.

Die bisherigen Vorstände, Karl Lehner für Finanzen und Beteiligungen, sowie Harald Geck für Recht/Bau- und Beschaffungswesen behalten ihre Zuständigkeiten. Federl übernimmt zusätzlich die Leitung des Qualitätsmanagements in der gespag, die sie bereits von 2004 bis 2006 innehatte. Das trage der Forderung von Pühringer Rechnung, dass es zu keinen Mehrkosten kommen dürfe, so Mittendorfer. Derzeit verantworte Tilman Königswieser diese Position, der aber ab 1.1.2013 als ärztlicher Direktor des neuen Salzkammergut-Klinikums designiert ist. Dadurch verringere sich die Anzahl der Direktionen in der gespag von sieben auf sechs.

Pühringer betonte, dass mit Federl die erste Frau in den Vorstand eines Landesunternehmens einziehe. "Ich halte es für eine vernünftige Entscheidung, jemand aus den eigenen Reihen mit dieser Führungsposition zu betrauen." Federl sei Ärztin, komme aus der gespag, sei Mitglied im Lenkungsausschuss der Spitalsreform II und sie habe die Reform im zweitgrößten Krankenhaus der gespag in Oberösterreich souverän erledigt. Für Steyr müsse man nun einen neuen Leiter suchen.

Die gebürtige Wienerin sei keine Quotenlösung und auch die Begrenzung der Vorstandstätigkeit mit der Spitalsreform sei in ihrem Fall sehr glaubwürdig, spielte Pühringer darauf an, dass die Fachärztin für Innere Medizin beim geplanten Ende der Umsetzung 2020 bereits 64 Jahre sein wird. "Ich glaube, dass die Entscheidung in der gespag bei den Mitarbeitern auf hohe Akzeptanz trifft", zeigte sich Pühringer zuversichtlich.

Insgesamt habe es für die drei Posten sieben Bewerberinnen und 20 Bewerber gegeben, eine externe Personalberatungsfirma habe sechs auf eine Shortlist gesetzt, die zum Hearing geladen wurden, so Mittendorfer.

apa.at

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