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APA-Artikel 29. November 2012

Bundesrat - Schennach: Illegalen Organhandel sofort unterbinden

Auf eine weitere schlimme Auswirkung von Armut und Not wies heute, Donnerstag, SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach im Bundesrat hin. "Menschen in Not und Armut sehen sich zunehmend gezwungen, Teile ihres Körpers zu verkaufen, um zu überleben oder den eigenen Kindern das Überleben zu sichern", betonte Schennach. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um den Organhandel, sondern auch vermehrt um den Handel mit Zellen und Gewebe. Schennach spricht hier von einem "explosiven Markt mit mafiösen Spielregeln". Besonders dramatisch sei die Entwicklung beim illegalen Organhandel von Kindern, insbesondere vom Straßenkindern, Waisenkindern und Kindern, die von Eltern an "Aufkäufern" aus Not überlassen werden, wobei diese Kinder irgendwann einfach verschwinden.

Besonders hob Schennach den widerwärtigen Handel mit Organen von zum Tode verurteilten Menschen hervor. "Dahinter steht eine Mafia, die damit viel Geld verdient. Mittlerweile kann man auch schon von einem Transplantationstourismus sprechen. Speziell in Südkorea, bedingt durch die Nähe zu China, befinden sich viele dieser Transplantationskliniken", erklärte Schennach. In China stammen die meisten transplantierten Organe nach wie vor von hingerichteten Häftlingen. "Das gehört genauso unterbunden wie Frauen- und Menschenhandel oder der illegale Waffenhandel", so Schennach.

Der Europarat beschäftigt sich seit 2011 mit diesen kriminellen Geschäften und daher wird im Rahmen einer Sitzung des European Crime Court zwischen dem 4. und 7.Dezember 2012 erneut dieses besonders sensible Thema behandeln. Ziel ist es den Organhandel unter strengere Strafen zu stellen und die Öffentlichkeit verstärkt auf dieses Thema hinzuweisen. "Ich hoffe und wünsche mir, dass Österreich hier eine führende Rolle einnimmt und entschieden auftritt, um vor allem Kinder und schutzbedürftige Menschen vom illegalen Organhandel zu schützen", betonte Schennach.

apa.at

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