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APA-Artikel 29. November 2012

Gesundheitsminister Stöger eröffnet Tagung anlässlich "35 Jahre Kriseninterventionszentrum Wien"

Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Kriseninterventionszentrums Wien findet heute, Donnerstag, eine Tagung zum Thema "Krisenintervention - Zielgruppen - Orte - Methoden" im Großen Festsaal der Universität Wien statt. Gesundheitsminister Alois Stöger eröffnete die Tagung: "Ich bin sehr froh, dass es Sie gibt und Sie bereit sind, sich eines so schwierigen Themas wie der Suizidprävention aufzunehmen." Der Minister hatte, um die Suizidprävention zu stärken und auszubauen, Fachleute damit beauftragt, ein entsprechendes Programm zu entwickeln. Das Konzept SUPRA - Suizidprävention Austria - stellt nun die Basis für die Entwicklung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie dar. In einem ersten Schritt wurde bereits eine Kontaktstelle für Suizidprävention an der Gesundheit Österreich GmbH eingerichtet. Der Minister betonte, dass "das Thema Suizid in der Gesellschaft thematisiert und nicht versteckt werden muss".

Der Minister kritisierte jene, die meinen, dass eine Gesellschaft dann am reichsten wird, wenn jeder radikal auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, und betonte: "Ich bin der Auffassung, dass eine Gesellschaft dann reich ist, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und aufeinander eingeht." Als Politiker bestehe seine Aufgabe darin, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Teilhabe möglich ist. Ein wesentliches Element dafür sei Arbeit, die hohe Arbeitslosigkeit in Europa sei "eine Schande und ein Versagen".

"Einkommens- und Teilhabelosigkeit, die damit oft einhergeht, muss in Europa mehr zu einem politischen Thema werden. Die Politik muss dafür sorgen, dass Menschen in der Gesellschaft Schutz finden", unterstrich der Minister, und ergänzte: "Die österreichische Bundesregierung tut das: In Österreich gibt es die EU-weit niedrigste Gesamt- und Jugendarbeitslosigkeit, und alle Menschen haben über die Mindestsicherung Zugang zur Krankenversicherung." Im Zuge der Gesundheitsreform wurde darüber hinaus festgehalten, dass in Zukunft "mehr Geld für die Gesundheit" zur Verfügung stehen soll, die Kosten des Gesundheitswesens sollen sich entlang des BIP entwickeln.

Der Gesundheitsminister dankte allen Beteiligten in der Krisenintervention für ihr Engagement und ihren Beitrag, den Menschen zu helfen, mit persönlichen Krisen umzugehen.

apa.at

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