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APA-Artikel 29. November 2012

Unnötige Gehirnoperationen: Niederländischer Arzt vor Gericht

Bei 13 niederländischen Patienten wurden nach falschen Diagnosen vermutlich unnötige Gehirnoperationen ausgeführt. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Krankenhauses in Enschede "Medisch Spectrum Twente". Ein Neurologe hatte demnach falsche Diagnosen gestellt und die Eingriffe angeordnet. In den meisten Fällen ging es um Entnahme von Gewebeproben. Der 73 Jahre alte Arzt muss sich bereits vor einem Strafgericht in Almelo wegen schwerer Körperverletzung verantworten.

Er soll bei mehr als 100 Patienten fälschlicherweise Alzheimer oder Multiple Sklerose festgestellt und sie jahrelang mit starken Medikamenten behandelt haben. Eine Frau hatte nach der Diagnose Selbstmord verübt.

Die Eingriffe im Gehirn fanden zwischen 1996 und 2003 statt, als der Neurologe in dem Krankenhaus arbeitete. Er war 2003 entlassen worden, als eine Medikamentensucht bei ihm entdeckt worden war. Er arbeitete danach in einer Privatklinik in Deutschland und soll dort ebenfalls nach Falschdiagnosen 2009 entlassen worden sein.

apa.at

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