zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 28. November 2012

SWV Wien kämpft weiterhin um Abschaffung des SVA-Selbstbehalts

"AUTSCH! 20% Selbstbehalt für Selbstständige tun weh. Aus diesem Grund werden wir nicht locker lassen, den SVA-Selbstbehalt für Wirtschaftstreibende in diesem Land abzuschaffen", betonte SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl ausdrücklich in seiner Rede zum Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien brachte gestern, Dienstag, erneut einen Antrag zur Abschaffung des 20% SVA-Selbstbehaltes für Selbstständige im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien ein, welcher abermals vom ÖVP-Wirtschaftsbund (ÖWB) abgeschmettert wurde.

"Vor allem Eine-Person-Unternehmen und Kleinstunternehmen können sich den SVA Selbstbehalt nicht leisten und müssen sich angesichts ihrer finanziellen Lage gründlich überlegen, ob sie eine ärztliche Leistung in Anspruch nehmen können oder nicht. Die soziale Sicherheit ist ein kostbares Gut und deshalb muss der Selbstbehalt fallen", zeigte sich Fritz Strobl überzeugt und setzte damit ein klares Zeichen für die 60.000 Eine-Person-Unternehmen in Wien.

In seiner Rede betonte der SWV-Wien-Präsident darüber hinaus die besonders schwierige Lage der Eine-Person-Unternehmen bei Krankheit oder Unfall. Laut derzeitigem Krankengeldentwurf haben Selbstständige mit Betrieben mit bis zu 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld. Für Strobl sei diese Regelung zwar ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung", jedoch in der vorliegenden Form unzureichend und äußerst "verbesserungswürdig". Wichtig sei es, vor allem Eine-Person-Unternehmen und Kleinstunternehmen ein soziales Auffangnetz zu bieten. "Ein Eine-Person-Unternehmen, das seinen Betrieb krankheitsbedingt für 43 Tage schließen muss, wird das Krankengeld nach Ablauf dieser Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr benötigen, da der Betrieb dann nicht mehr existiert. Wenn eine derartige Regelung beschlossen wird, dann bitte in einer Form, die den Betroffenen tatsächlich zu Gute kommt", so Fritz Strobl.

In seinem Antrag zum Krankengeld forderte der SWV Wien die Wirtschaftskammer Wien auf, dem Krankengeld ab dem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit für Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzustimmen. Der Antrag wurde von ÖVP-Wirtschaftsbund abgelehnt.

Fritz Strobl abschließend: "Wir werden nicht aufhören, für die Rechte der Selbstständigen zu kämpfen. Einige unserer Forderungen wurden bereits umgesetzt, weitere Schritte werden folgen."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben