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APA-Artikel 22. November 2012

FP-Frigo: Freie Arztwahl auf Krankenschein durch Gesundheitsreform gefährdet

Der Spitalsplan 2030 des KAV sieht zwar Erstversorgungseinheiten vor, aber sonst ist vom niedergelassenen Bereich nichts zu finden. In der politischen Diskussion werden stets nur Sparziele von den politischen Verantwortlichen definiert. Wie aus den Medien entnehmbar hat z.B. SPÖ-Finanzstadträtin Brauner von 500 Millionen Euro in den nächsten Jahren im Gesundheitssektor gesprochen. Von Versorgungszielen, die weitaus wichtiger wären, ist aber nichts zu lesen, kritisiert heute Wiens FP-Gesundheitssprecher Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo.

Kassenplanstellen für Ärzte werden eingespart obwohl österreichweit 1300 Hausarztpraxen fehlen. Dies wäre jedoch die ökonomisch und qualitativ hochwertigste Lösung. Die Erstversorgungseinheiten, bei denen dann die freie Arztwahl wegfällt, sollen diesen Job offenbar übernehmen und das System verteuern oder die Patientinnen, die sich ihren Arzt weiter aussuchen wollen, in die Privatmedizin treiben.

SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely und WGKK-Obfrau Reischl sollten sich an einen Tisch setzen und gemeinsam mit Ärzten und PatientInnenvertretern die Zukunft der Wiener Hausärzte sichern. Medizin funktioniert über ein persönliches und vertrauliches Arzt-Patientenverhältnis, weshalb die Erhaltung der freien Arztwahl auf Krankenschein nachdrücklich gefordert wird, so Frigo.

apa.at

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