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APA-Artikel 21. November 2012

Gesundheit - Pühringer kritisiert "reformunwillige Beharrungskräfte"

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (V), Mitglied der politischen Steuerungsgruppe zur Gesundheitsreform, hat am Mittwoch die Protestaktionen der Ärzte scharf kritisiert. "Reformunwillige Beharrungskräfte" würden ein leistungsfähiges Gesundheitssystem gefährden. "Die Kosten für die Vertagung von Reformen steigen mit dem Quadrat der verlorenen Zeit", warnte er in einer Presseaussendung.

Pühringer wirft den Standesvertretern vor, unrichtige Behauptungen zu vertreten, Patienten zu verunsichern und dann noch zu behaupten, in deren Interesse zu handeln. Letzteres würde vielmehr bedeuten, für patientenfreundlichere Öffnungszeiten zu sorgen, unnötige Mehrfachuntersuchungen abzustellen sowie die Versorgungssicherheit, die Finanzierbarkeit und einen freien Zugang zum Gesundheitssystem sicherzustellen.

Er bekenne sich zu einer raschen Reform, so Pühringer. Nur dadurch sei es möglich, das österreichische Gesundheitssystem abzusichern und einen "niederschwelligen Zugang zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung" zu gewährleisten. Die sechsköpfige Steuerungsgruppe, die derzeit über die geplante 15a-Vereinbarung zur Gesundheitsreform verhandelt, hatte erst am Dienstag in einem Offenen Brief an Präsident Artur Wechselberger verlangt, die Ärztekammer solle ihr Vertrauensverhältnis zu den Patienten nicht missbrauchen.

apa.at

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