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APA-Artikel 21. November 2012

Karlsböck: FPÖ steht voll hinter Patienten- und Ärzteprotest

"Die FPÖ steht voll hinter den Patienten und ihren Ärzten, die heute mit einem Protestkonvent gegen die geplante Gesundheitsreform protestieren", sagte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck, der ankündigte selbst an der Veranstaltung teilzunehmen. "Diese sogenannte Reform bringt den Patienten massive Leistungskürzungen, höhere Kosten, längere Wartezeiten und völlige Überwachung", so Karlsböck.

Es sei schon eine "besondere Leistung" des Gesundheitsministers, dass er es geschafft habe ohne Not, sowohl die Patienten als auch die Ärzte gegen sich aufzubringen, erinnerte Karlsböck an die mehr als 100.000 Patienten-Unterschriften gegen ELGA. Insofern sei es mehr als verständlich, dass die Ärzteschaft heute im Interesse ihrer Patienten, für die sie schließlich die Verantwortung tragen würden, auf die Straße gingen, sagte Karlsböck. "Deutlicher kann eine objektive Beurteilung dieses Reformpfusches nicht gemacht werden", so Karlsböck.

Mit den Deckelungen der medizinischen Leistungen, der Beibehaltung der hohen Selbstbehalte und der Verknappung von Versorgungseinrichtungen, steuere Stöger direkt in die Zweiklassenmedizin, bei der sich nur mehr Reiche die beste Behandlung leisten werden können, kritisierte Karlsböck das Ergebnis von vier Jahren sozialistischer Führung im Gesundheitsressort. Auch würden die Patienten, nach vier Jahren Stöger, nicht mehr das beste, sondern das billigste Medikament bekommen, zeigte Karlsböck auf. Dass Stöger nun Schützenhilfe von ausgerechnet jenen erhalte, die diesen Wahnsinn mitbeschlossen und -verhandelt hätten, sei zwar konsequent aber durchschaubar, so Karlsböck.

Statt sich sinnvolle Gedanken über eine echte Reform zu machen, habe man bei jenen gekürzt und gespart, die sich am wenigsten dagegen wehren könnten - bei den Patienten. Die sei besonders perfid, da dadurch die Verantwortung auf die Ärzteschaft abgeschoben worden sei, von denen die Patienten nach wie vor die beste Behandlung erwarten würden, diese aber aufgrund der Kürzungen nicht bekämen, so Karlsböck. Dass dies den Protest der Ärzte hervorrufe sei nur logisch, denn die berechtigte Verärgerung der Patienten bekämen nicht die Verursacher dieser Reform zu spüren, sondern die Ärzte in ihren Ordinationen, so Karlsböck.

Mit der Reform des geringsten Widerstandes seien sowohl Stöger als auch seine Mittäter zum Schaden der Patienten gescheitert, fasste Karlsböck den vereinten Anschlag von SPÖ und ÖVP auf die Gesundheit der Österreicher zusammen. Dies sei kein Wunder, denn die Ärzteschaft sei bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform vom Minister ausgesperrt worden. "Besonders die Rolle der ÖVP ist hier enttäuschend, hat sie sich doch von den Roten über den Tisch ziehen lassen und die eigene Ärzteschaft verraten", sagte Karlsböck, der betonte, dass die FPÖ die einzige Partei ist, die die Interessen der Patienten und der Ärzte vertritt. "Die Ärzte müssen als kompetenter und gleichberechtigter Partner wieder an den Verhandlungstisch geholt werden", forderte Karlsböck.

apa.at

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