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APA-Artikel 20. November 2012

Gesundheit - Schelling: Mehr Bedeutung für niedergelassene Ärzte

Der Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, hat der Ärztkammer zugesichert, dass den niedergelassenen Ärzten mit der geplanten Gesundheitsreform noch mehr Bedeutung zukommen soll. Die Verhandlungspartner von Bund, Ländern und Sozialversicherung hätten sich darauf geeinigt, dass der niedergelassene Arzt "der Begleiter des Patienten durch das Gesundheitssystem" sein soll. Deshalb werde dieser Bereich "in den kommenden Jahren wohl bedarfsorientiert ausgebaut und nicht eingeschränkt werden", kündigte Schelling am Dienstag in einer Aussendung der Ärztekammer ein Eingehen auf deren Forderung nach einem Hausarztmodell an.

Eine ausgezeichnete ärztliche Versorgung für die Bevölkerung stehe auch im Mittelpunkt der in Verhandlung stehenden Gesundheitsreform. Deren Inhalt stehe unter das Motto "Mein Arzt ist immer da, wenn ich ihn brauche", sagte Schelling. Deshalb ist für ihn die laufende Kampagne der Ärztekammer, in der auch vor einer Schließung von Ordinationen gewarnt wird, umso unverständlicher.

Der Hauptverbands-Chef bekräftigte auch, dass die Ausgaben der Sozialversicherung für ärztliche Hilfe - im Wesentlichen die Zahlungen an die Vertragsärzte - weiterhin Jahr für Jahr ein Rekordniveau erreichen. Bereits im Jahr 2011 sind diese Ausgaben um 3,0 Prozent auf 3,57 Mrd. Euro angestiegen. Für heuer wird ein noch kräftigerer Anstieg, nämlich um 4,4 Prozent auf 3,73 Mrd. prognostiziert. Dieses Plus liege damit um rund 30 Prozent über dem erwarteten Wachstum der Beitragseinnahmen der Sozialversicherung. Für Schelling sind diese Zahlen "ein deutliches Bekenntnis der Krankenkassen zur Absicherung und zum Ausbau der Versorgung der Bevölkerung mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten."

apa.at

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