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APA-Artikel 20. November 2012

Entscheidung über Gespag-Vorstand fällt bereits Ende November

Heute, Dienstag, endet die Bewerbungsfrist für die drei Vorstandsposten des oberösterreichischen Krankenhausbetreibers Gespag. Die Entscheidung fällt bereits am 29. November, nicht erst wie ursprünglich geplant am 7. Dezember, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Mittendorfer im Gespräch mit der APA. Die Ausschreibung eines neuen, dritten, Postens war heftig umstritten, wurde aber am 10. Oktober vom Gespag-Aufsichtsrat mit elf von 13 Stimmen beschlossen.

Die schnelle Entscheidung wolle man, weil bereits Namen von Bewerbern zirkulierten. Daher sei eine rasche Erledigung im Sinne aller Beteiligten, so Mittendorfer. Es habe "mehr als zehn" Bewerbungen gegeben. Die externe Personalberatungsfirma "Brenner & Company" führe Interviews mit allen Interessenten. Sie schlage dem Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten bis zum 28. November jene Personen vor, die zu einem Hearing eingeladen werden sollten.

Nach einer gemeinsamen Beratung entscheide der gesamte Aufsichtsrat, wer wirklich in die engere Auswahl kommt. "Alle, die die gewünschten Qualifikationen und ein interessantes Profil haben", betonte Mittendorfer. Tags darauf werden bereits die Gespräche geführt. Im Anschluss daran entscheidet der Aufsichtsrat über die Bestellung des Vorstandes ab 1. April 2013. "Ich bin sicher, wir werden eine gute Lösung zustande bringen", so Mittendorfer. Es werde eine objektive Entscheidung geben, versicherte er.

Zuvor hatte es Kritik gegeben, als laut wurde, dass Elgin Drda, die Büroleiterin von Oberösterreichs LH Josef Pühringer (V), für den dritten Vorstandsjob favorisiert sei. Sie hatte dann auf eine Bewerbung verzichtet, um Vorwürfe wie "Bevorzugung und Postenschacher" gänzlich auszuräumen. Das derzeitige Vorstandsduo Karl Lehner und Harald Geck soll sich dem Vernehmen nach wieder beworben haben.

Die geplante Erweiterung des Vorstandes wird mit der laufenden oberösterreichischen Spitalsreform II argumentiert: Diese bringe ein Kostendämpfungspotenzial von 2,3 Mrd. Euro und verlange nach einer zentralen Ansprechperson in der obersten Führungsetage. Das zusätzliche Vorstandsmitglied schlägt mit jährlich rund 180.000 Euro zu Buche. Kritik gab es von gespag-Ärzten, Ärztekammer und Landesrechnungshof.

apa.at

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