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APA-Artikel 15. November 2012

Ridi Steibl: Umsetzung der Ergebnisse der Kindergesundheitsstrategie hat oberste Priorität

Wir haben ein hervorragendes Sozial- und Gesundheitssystem. Das soll auch so bleiben. Aber man darf sich nicht auf einem bestehenden System ausruhen, es ist noch viel zu tun, verwies heute, Donnerstag, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl auf das im Budget 2013 enthaltene Wirkungsziel zur Sicherstellung der Förderung und zur Erhaltung der Gesundheit unter Bedachtnahme spezieller Zielgruppen wie zum Beispiel Kinder. "Die Umsetzung der Ergebnisse der Kindergesundheitsstrategie, basierend auf dem Kindergesundheitsdialog, hat oberste Priorität!", beklagt Steibl, dass diesem Bereich der Gesundheitsversorgung in der Vergangenheit zu wenig Beachtung geschenkt wurde.

"Ein Masterplan über die vielfältigen Bedürfnisse und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien ist dringend notwendig", appellierte Steibl an den Gesundheitsminister. In Österreich gebe es beispielsweise 65 Rehabilitationseinrichtungen für Erwachsene, aber keine einzige, die auf die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist. Lediglich drei Einrichtungen bieten überhaupt Kinder- und Jugend-Rehabilitation an.

Auch geeignete Möglichkeiten zur Betreuung bei psychosomatischen Problemen und zur psychologischen Begleitung müssten geschaffen werden. "Viele kranke Kinder sind oft auch Schulverweigerer, die Unterstützung benötigen würden, beispielsweise in Form von psychologischer Behandlung als Leistung der Krankenversicherung." Dass es etwa in Wien nur völlig unzureichende Möglichkeiten für auf Kinder und Jugendliche spezialisierte psychiatrische Behandlung gibt, bezeichnete Steibl als Substandard.

Eine weitere Notwendigkeit sieht die Abgeordnete bei den Selbstbehalten für Kinder im Krankenhaus, die fallen sollten. Der Gesundheitsminister hat es übernommen, diese große Erleichterung für viele Betroffene im Rahmen der laufenden Verhandlungen zu einer Art. 15a-Vereinbarung mit den Ländern umzusetzen. Ebenso sollten etwa die Eigenbeiträge für Logotherapie bei Kindern entfallen.

"Gesundheitsbewusstsein fängt bereits im Kindesalter an. In jungen Jahren wird das Fundament für ein gesundes Leben gelegt. Kindergesundheit braucht daher mehr Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse des Kindergesundheitsdialoges sind eine gute Grundlage - die Umsetzung und Sicherstellung für eine optimale Kinder/Jugend-Gesundheitsversorgung hat aber der Gesundheitsminister in der Hand", schloss die ÖVP-Familiensprecherin.

apa.at

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