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APA-Artikel 15. November 2012

Krankenkassen 2- Schelling: Fortsetzung des Konsolidierungskurses

Trotz des erwarteten Überschusse der Krankenkassen von 106 Millionen Euro im heurigen Jahr pocht der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, auf eine Fortsetzung des Konsolidierungskurses. Das sei aufgrund der von der Regierung beschlossenen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung und des in den kommenden vier Jahren bis 2016 von der Krankenversicherung erwarteten Konsolidierungsbeitrags in der Höhe von knapp 1,4 Milliarden Euro notwendig, sagte Schelling am Donnerstag in einer Aussendung.

Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Ärztekammer konnte sich Schelling angesichts der heuer um 4,4 Prozent steigenden Ausgaben für ärztliche Leistungen - im Wesentlichen sind das die Honorare für die niedergelassenen Vertragsärzte - nicht verkneifen: "Diese Zahlen der Krankenkassen machen doch deutlich, dass von Einsparungen oder gar Schließungen von Arztordinationen keine Rede sein kann." Dies behauptet die Ärztekammer in ihrer derzeit laufenden Plakataktion. Schelling verwies darauf, dass der Kostenanstieg für ärztliche Hilfe heuer sogar geringfügig höher sein werde als der Anstieg der zu erwartenden Beitragseinnahmen.

Sorgen bereitet den Finanzverantwortlichen in den Krankenkassen auch der wieder stärkere Anstieg der Medikamentenkosten. Nachdem das Wachstum bei den Ausgaben für Arzneimittel in den vergangenen beiden Jahren eingebremst werden konnte (2,2 Prozent von 2010 auf 2011), wird für heuer wieder mit einem Anstieg von 4,3 Prozent gerechnet. Für Schelling zeigt diese Entwicklung deutlich, wie wichtig nach dem Beschluss des ELGA-Gesetzes nun die Einführung der e-Medikation in ganz Österreich und der damit zu erwartende Effekt auf die Verschreibung von Doppelverordnungen sei.

apa.at

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