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APA-Artikel 12. November 2012

BAG schaltet aktualisierte Qualitätsindikatoren der Spitäler auf

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Montag die aktualisierten Qualitätsindikatoren von 158 Schweizer Akutspitälern aufgeschaltet. Wer zum Beispiel wissen möchte, welches Spital in der Behandlung eines bestimmten Krankheitsbildes die grösste Erfahrung hat, findet auf www.bag.admin.ch/qiss die Antwort.

Da seit diesem Jahr die freie Spitalwahl gilt, sind die Daten vermehrt auch für Patientinnen und Patienten von Interesse, wie das BAG schreibt. Die Indikatoren beziehen sich auf insgesamt 40 Krankheitsbilder und Behandlungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenentzündung oder den Ersatz von Hüft- und Kniegelenken.

Sie zeigen beispielsweise, dass in Schweizer Spitälern 2010 fast 17'000 künstliche Kniegelenke eingesetzt wurden. In drei Kliniken wurde dieser komplexe Eingriff über 500 Mal durchgeführt. In rund 30 Spitälern wiederum wurde durchschnittlich weniger als einmal pro Woche ein künstliches Kniegelenk eingesetzt.

Aus den Fallzahlen geht somit hervor, wie viel Erfahrung ein bestimmtes Spital bei der Behandlung einer Krankheit hat. Anteilswerte, wie etwa der Anteil Kaiserschnitte an allen Geburten, geben ein detailliertes Bild über die Praxis in den betreffenden Spitälern.

Der Anteil der Todesfälle bildet zudem den Ausgangspunkt für vertiefte Analysen und Verbesserungen in den Spitälern. Die Ergebnisse sind laut BAG risikobereinigt: Die effektiv beobachtete Mortalität wird in Beziehung gesetzt mit der zu erwartenden Mortalität, welche sich aus dem Alter und dem Geschlecht der Patienten ergibt.

Die Erfassung und Publikation der Qualitätsindikatoren sind ein Teil der nationalen Qualitätsstrategie des Bundes. Sie soll mehr Transparenz in das Gesundheitssystem bringen.

www.bag.admin.ch/qiss

apa.at

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