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APA-Artikel 9. November 2012

Praxisgebühr in Deutschland abgeschafft

Die bei Ärzten wie Patienten in Deutschland gleichermaßen unbeliebte Praxisgebühr wird zum 1. Jänner 2013 abgeschafft.

Das beschloss der Bundestag am Freitag in Berlin einmütig. Für die Abschaffung der Zehn-Euro-Gebühr stimmten am Freitag alle 548 Abgeordneten, die an der Abstimmung teilnahmen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse sprach von einem "einmaligen Ergebnis".

Seit 2004 müssen Kassenpatienten in Deutschland bei Arzt- und Zahnarztbesuchen einmal im Vierteljahr zehn Euro entrichten. Die Patienten sollten damit von verzichtbaren Arztbesuchen abgehalten werden. Die Ärzte beklagen den hohen bürokratischen Aufwand. Mit dem Wegfall sollen die Bürger nun um rund zwei Milliarden Euro im Jahr entlastet werden.

Nach Überzeugung von Gesundheitsminister Daniel Bahr handelte es sich um das größte Ärgernis für die Patienten. "Die Praxisgebühr ist keine sinnvolle Eigenbeteiligung", sagte Bahr. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte, die Union trage das Ende der Gebühr schweren Herzens mit.

Den Krankenkassen sollen die ihnen entgehenden knapp zwei Milliarden Euro im Jahr bei den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ausgeglichen werden. Bei dem Fonds handelt es sich um die zentrale Inkassostelle der gesetzlichen Krankenkassen. Er weist derzeit satte Überschüsse aus.

apa.at

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