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APA-Artikel 9. November 2012

Massive Kritik an der Ärztekammer auch von Schelling

Ebenso wie die Länder-Verhandlerin und Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (S) übt auch der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, massive Kritik an der Ärztekammer wegen deren Kampagne gegen die geplante Gesundheitsreform. "Diese Äußerungen der ärztlichen Standesvertretung sind skandalös, geprägt von Unwahrheit und Unterstellungen und gefährden massiv den künftigen Dialog", sagte Schelling am Freitag in einer Aussendung.

Eine konstruktive Initiative der Ärztekammer - etwa zum Thema patientenfreundliche Öffnungszeiten - wäre nach Ansicht Schellings "wichtiger als die laufende Verunsicherung der Öffentlichkeit durch die Ärztekammern in gesundheitspolitischen Fragen". Konstruktive Vorschläge wären jederzeit willkommen. "Aber Panikmache mit standespolitischem Hintergrund ist völlig unproduktiv, verunsichert die Patienten und liefert auch keinen Beitrag zur Absicherung des Gesundheitssystems" stellt der Hauptverbands-Chef fest.

Schelling verweist ebenso wie zuvor auch schon Wehsely darauf, dass die Ärztekammer auch bei anderen Themen wie etwa bei der Einführung der e-card oder der Prüfung von medikamentösen Wechselwirkungen durch die e-Medikation Widerstand geleistet habe."Es ist bedauerlich, dass die Ärztekammern auch in Fragen der Gesundheitsreform diese destruktive und rein an Standesinteressen orientierte Haltung demonstriert. Denn aus der Vergangenheit ist bekannt, dass sich diese nur allzu oft nicht mit den Interessen der eigenen Mitglieder deckt."

apa.at

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