zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 6. November 2012

Tägliche Turnstunde: Laut NÖ-Studie Eltern klar für mehr Bewegung

Laut einer neuen Studie, bei der 400 Eltern in Niederösterreich mitgemacht haben, fordern 84 Prozent mehr Bewegungszeit in der Schule, erklärten LHStv. Wolfgang Sobotka (V) und Sportlandesrätin Petra Bohuslav (V) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Erfreuliche 80 Prozent der Eltern seien demzufolge sogar bereit, die Bewegungsstunden mitzuzahlen.

Das klare Votum bestätige die Forderung Niederösterreichs nach einer täglichen Bewegungsstunde in der Schule. Der aktuellen Befragung zufolge würden über zwei Drittel der Eltern ihre Kinder für Sportstunden länger in der Schule lassen oder, so Sobotka, dafür sogar kürzere "kognitive Lerneinheiten" in Kauf nehmen. Er betonte, dass durch mehr Bewegung die Konzentration und damit die Lernfähigkeit auch im Lesen, Schreiben und Rechnen gestärkt würde und auch die Eltern dies erkannt hätten. Mehr Bewegung sei seiner Meinung nach die dringendste Aufgabe für die Zukunft, um die Gesundheit der nächsten Generation zu gewährleisten.

Von den Ministerien, allen voran Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S), aber auch Sportminister Norbert Darabos (S) sowie Gesundheitsminister Alois Stöger (S), erwarte man sich konkrete Umsetzungskonzepte, waren sich die ÖVP-Politiker einig: "Es ist bereits fünf nach zwölf." Bisher läge noch nichts am Tisch. Die Diskussion um das Reformkonzept Ethikunterricht hielt Sobotka für ein "Ablenkungsmanöver". Man habe prinzipiell nichts gegen den Ethikunterricht, aber sich aktuell darauf zu konzentrieren sei nicht weit- sondern durchsichtig.

Mit Unverständnis reagiert man in Niederösterreich auch auf die vom Unterrichtsministerium angestellten Berechnungen, wie viel etwa zusätzliche Turnstunden kosten würden. Für zwei weitere Bewegungsstunden in den Volksschulen müssten landesweit lediglich etwa 13,5 Mio. Euro pro Jahr aufgebracht werden, so Bohuslav. Sie führte weiters an, dass jeder in Sport und Bewegung investierte Euro drei Euro an "Reparaturkosten im Gesundheitsbereich" einsparen würde.

In Niederösterreich sei man bereits aktiv geworden. So wurde u.a. der Einsatz sogenannter Bewegungs- und Ernährungscoaches in den Volksschulen initiiert. Der Landesschulrat habe darauf reagiert und heute, Dienstag, sei der Nennschluss für das Lehrpersonal, das damit diese "klar personifizierte Verantwortung" innerhalb der Schulen trage. Die Coaches sollen in der Folge weitergebildet werden und als Multiplikatoren fungieren.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben