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APA-Artikel 6. November 2012

GdG-KMSfB-Bundesfrauenvorstand: Medizinisch-Technische Dienste brauchen mehr Studienplätze

Der Bundesfrauenvorstand in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) fordert die Erhöhung der Studienplatzzahl für Medizinisch-Technische Dienste (MTD) und Hebammen. Das erklärten Vertreterinnen der Bundesfrauen heute, Dienstag, in Wien.

Der Bundesfrauenvorstand steht für Frauenförderung speziell auch in Ausbildungsfragen aller Berufsgruppen - einschließlich der aus einer professionellen medizinischen PatientInnen-Versorgung nicht mehr wegzudenkenden MTD. Weitere Forderungen der Bundesfrauen, die am 24. Oktober in Innsbruck getagt hatten, sind daher eine Bundesfinanzierung und Förderung der Ausbildung aliquot den übrigen Studiengängen in Wirtschaft und Industrie sowie die Förderung und Mitfinanzierung von Masterstudiengängen.

"Notwendig ist eine Spezialisierung für alle MTD-Sparten", erklärten die Bundesfrauen. Die Voraussetzungen dafür sind: * Erhöhung der Studienplatzzahl für MTD und Hebammen * Sicherung und Ausbau der therapeutischen Versorgung durch medizinisch technische Dienste für die österreichische Bevölkerung bei Kostenübernahme durch den jeweils zuständigen Rechtsträger * Stopp allen Auslagerungstendenzen!

"Wir brauchen Standards, die im Speziellen für die therapeutischen Sparten festgelegt werden müssen", stellte Andrea Wadsack, Referentin für den Medizinisch-Technischen Dienst, fest. Nur so lässt sich auf Basis objektiv nachvollziehbarer Daten der tatsächliche bundesweite Bedarf an Medizinisch-Technischen Berufen erheben. Für die Zahl der zukünftig notwendigen Ausbildungsplätze darf nicht der derzeitige Dienstpostenplan, sondern muss der tatsächliche Bedarf an notwendigen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen ausschlaggebend sein.

"MTD sind wichtige, fachspezifisch bestens ausgebildete PartnerInnen im österreichischen Gesundheitssystem, das sich mit Recht als eines der besten der Welt bezeichnet", stellten die Bundesfrauen klar. Vorwiegend Frauen sind als LogopädInnen, DiätologInnen, PhysiotherapeutInnen und ErgotherapeutInnen, OrthoptikerInnen, RadiologietechnologInnen, Biomedizinische AnalytikerInnen und als Hebammen im Einsatz. "Auch unter dem Aspekt der Frauenförderung verdienen sie besondere Aufmerksamkeit", sagte GdG-KMSfB-Frauenreferentin Sabine Weissmann.

Das Angebot an Studienplätzen und/oder Praktikumsplätzen (inklusive der hierfür notwendigen Ressourcen) liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf. "Zumindest in einigen Sparten sollte es bundesweit erhöht werden, um eine flächendeckende qualitativ hochwertige medizinische Versorgung im therapeutischen und diagnostischen nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich weiterhin zu gewährleisten und darüber hinaus noch zu verbessern", schloss Wadsack.

www.gdg-kmsfb.at

apa.at

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