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APA-Artikel 6. November 2012

Studie über tägliche Bewegungsstunde präsentiert

"Das Thema Bewegung ist ein sehr zentrales geworden, nicht nur für Vertreter des Sports und der Gesundheitsorganisationen, sondern insbesondere für die Eltern. 84 Prozent der Niederösterreicher geben an, dass in den Schulen mehr Zeit für die Bewegung der Kinder bzw. für den Sport aufgewendet werden soll", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, Dienstag, 6. November, in St. Pölten, wo er gemeinsam mit Landesrätin Dr. Petra Bohuslav die Ergebnisse einer Studie über mehr Bewegung in der Schule präsentierte.

"Laut WHO ist für die Gesunderhaltung des Menschen auch im späteren Leben die Bewegungsphase in der Jugend bzw. im Kindesalter von besonderer Bedeutung. Man sollte täglich mindestens 60 Minuten mit mittlerer bis hoher körperlicher Intensität aktiv sein", sagte Sobotka in seinem Statement "Die Daten der Studie weisen auf einen positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und intellektueller Leistungsfähigkeit hin", informierte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Zudem, so Sobotka weiter, leiste Niederösterreich in diesem Zusammenhang sehr viel, beispielsweise als Gesundheitsprävention im Rahmen der Initiative "Bewegte Klasse". "Über 300 Klassen und spezielle Trainer begleiten dabei die Schüler und helfen, die Bewegung in den regulären Unterricht zu integrieren", meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Im Zuge des Programms "Gesunde Schule" würden sich 100 Schulen mit den Themen Bewegung, Ernährung und der mentalen Gesundheit auseinandersetzen.

Landesrätin Bohuslav meinte, viele Sportler und Vereine hätten sich nach der Olympiade in London für mehr Bewegung in den Schulen stark gemacht. "Wichtig sind jetzt die Umsetzungskonzepte", so Bohuslav. "Wir brauchen die Schulen, weil dort die Möglichkeit besteht, auf alle Kinder einzuwirken. Auch die Sportvereine und die Eltern haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion", betonte die Landesrätin. Jeder in Sport und Bewegung investierte Euro, bringe eine Ersparnis von drei Euro für das österreichische Gesundheitssystem, meinte Bohuslav weiter. Nach unseren Berechnungen würden sich die Kosten für zwei weitere Bewegungsstunden im niederösterreichischen Volksschulbereich auf rund 13,5 Millionen Euro belaufen. Darüber hinaus brauche man im Sport eine gewisse Breite, um dann zu Spitzenleistungen zu kommen. "In der Schule können auch die Talente entdeckt werden", meinte die Landesrätin.

Die Maßnahmen zur Umsetzung von mehr Bewegung in den Schulen im Bundesland Niederösterreich sind sehr umfassend. "Vor wenigen Wochen wurde seitens der Gesundheits- und Sportressorts die Forderung für den Einsatz von Bewegungskoordinatoren in allen Volksschulen aufgestellt", führte Bohuslav aus. Der Landesschulrat für Niederösterreich sei in diesem Zusammenhang bereits tätig geworden und habe für heute den Nennungsschluss für alle Bewegungs- und Ernährungskoordinatoren fixiert, meinte die Landesrätin. "Als weiteren Zwischenschritt bis zur Umsetzung der täglichen Bewegungsstunden werden sogenannte 'Braineinheiten' an zwei bewegungs- und sportfreien Unterrichtstagen in den Volksschulen verwirklicht. Dazu werden vom Bundesland Niederösterreich je Klasse eine DVD mit unterschiedlichsten Bewegungsvorschlägen für den Regelunterricht zur Verfügung gestellt", so Bohuslav.

apa.at

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