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APA-Artikel 6. November 2012

CH: Q-Fieber bei Menschen wieder meldepflichtig

Schweizer Ärzte müssen Fälle von Q-Fieber beim Menschen wieder den Behörden melden. Das hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) entschieden. Weil kaum noch Menschen am Q-Fieber (Coxiellose) erkrankten, war die Meldepflicht 1999 aufgehoben worden.

Das hat sich dieses Jahr geändert: 17 akute Fälle traten in der ersten Jahreshälfte in der Waadt auf, 10 der Betroffenen mussten hospitalisiert werden. Dies veranlasste das BAG, die Meldepflicht per 1. November wieder einzuführen. Sie ermögliche den Gesundheitsbehörden, Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und allfällige Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung in Koordination mit den Veterinärbehörden einzuleiten, schreibt das BAG in seinem am Montag erschienen Bulletin.

Das Q-Fieber ist eine Zoonose, eine von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit. Beim Ausbruch in der Waadt beispielsweise wurde eine Schafherde als Infektionsherd ausgemacht. Auch Ziegen, Rinder oder Haustiere wie Hunde oder Katzen können die Krankheit übertragen. Die Meldepflicht für Krankheitsfälle bei Tieren wurde darum nicht aufgehoben. In den letzten 10 Jahren wurden 583 Fälle gemeldet.

Beim Menschen äussert sich das Q-Fieber durch grippeähnliche Symptome, wobei nur die Hälfte der Betroffenen überhaupt Symptome zeigt. Schwere Fälle gehen mit Leber- oder Lungenproblemen einher. In einigen Fällen kann die Krankheit chronisch werden.

apa.at

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