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APA-Artikel 29. Oktober 2012

Pflegekonsilium: Bundesarbeitskammer und Pflegeverbände präsentieren Forderungskatalog

Acht zentrale Forderungen für eine Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für die Beschäftigten in Pflegeberufen hat heute das Pflegekonsilium - eine Plattform der Pflegeverbände mit der Bundesarbeitskammer - in Wien präsentiert. Seit Jänner haben die beteiligten Verbände ihre Vorstellungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Aus- und Weiterbildung sowie der Personalausstattung und -entwicklung diskutiert. Die Forderungen richten sich vor allem an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und sollen auch dem Gesundheitsminister und dem Sozialminister übergeben werden.

 

1. Die Zertifizierung der Arbeitsplatzqualität muss als verpflichtendes Modul in die bestehenden Zertifizierungsmodelle implementiert werden.

 

2. Die verpflichtende Evaluierung der physischen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz muss, bevor psychische Erkrankungen auftreten, durch ausgewiesene Experten sichergestellt werden.

 

3. Alle Fehlzeiten und zusätzlichen Zeitaufwände müssen durch die Personalbedarfsberechnung abgebildet werden.

 

4. Bei Leistungsverschiebungen müssen adäquate Personalressourcen sichergestellt sein.

 

5. Die Ausbildungsreform für Pflegeberufe muss auf dem Kompetenzmodell für Pflegeberufe in Österreich basieren.

 

6. Durchlässige Ausbildungssysteme sind erforderlich, welche Pflegeberufen die Möglichkeit einer verkürzten Aufschulung im Fachhochschul-Bereich ermöglichen.

 

7. Auf allen Ausbildungsebenen muss die bedarfsgerechte Sicherstellung der Finanzierung unter Einbeziehung der bestehenden sozialversicherungsrechtlichen Absicherung erfolgen.

 

8. Notwendig ist eine strategische Personalentwicklung aus Arbeitnehmersicht, welche vor allem Modelle vorsieht, die den physischen und psychischen Gesundheitsschutz für Mitarbeiter als oberste Priorität garantieren.

apa.at

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