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APA-Artikel 29. Oktober 2012

LHStv. Sobotka zum Welttag des Schlaganfalls

Angesichts des heutigen Welttags des Schlaganfalls und aufgrund der Tatsache, dass es inzwischen seit 15 Jahren Stroke Units in Niederösterreich gibt, hält Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka fest: "Die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten ist oberstes Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding. Jährlich erleiden rund 20.000 Österreicher einen Schlaganfall, das bedeutet einen Schlaganfall alle sechs Minuten. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Österreich. Mit Stroke Units leisten wir für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher eine optimale Betreuung."

Bei einem Schlaganfall ist eine Behandlung in den ersten vier Stunden wesentlich, ein reibungsloser, fachlich abgestimmter und kompetenter Ablauf der Erkennung und eine zügige Evaluierung und klinische Entscheidung zur Therapie ist von Nöten. Entscheidend ist die Zusammenarbeit von neurologischer Kompetenz, fachlicher Pflege und Frührehabilitation. In Niederösterreich sind Stroke Units für die Akutversorgung und die ersten Tage nach einem Schlaganfall in St. Pölten, Mistelbach, Mauer, Horn und Wiener Neustadt eingerichtet. Sie umfassen vier bis acht Betten für die - meist im Anschluss an eine Notfallaufnahme - unmittelbare Erstversorgung. Die erste Stroke Unit in Niederösterreich wurde im Jahre 1997 am Landesklinikum Tulln eröffnet; pro Jahr erleiden in Niederösterreich rund 6.000 Personen einen Schlaganfall.

"Das Folgenschwere am Schlaganfall ist, dass er nicht weh tut. Die Betroffenen erkennen zwar die Auffälligkeiten, da sie aber keine Schmerzen haben, warten sie zu, bis der Hausarzt Zeit hat. Bis dahin bilden sich meistens irreversible Schädigungen", so Dr. Markus Klamminger, stellvertretender medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding. Ein Schlaganfall kann an einer plötzlichen Schwäche oder Lähmung einer Körperseite erkannt werden, wobei sowohl das Gesicht als auch etwa ein Bein und/oder Arm betroffen sein kann. Die Körperregion "gehorcht" nicht mehr bzw. ist kraftlos. Weitere Indizien sind Sprachstörungen: Die Sprache des Betroffenen kann schwer verständlich oder unverständlich sein, falsche Wörter werden verwendet oder es werden sinnlose Sätze gebildet. Auch das Sprachverständnis kann in Mitleidenschaft gezogen sein, und der Betroffene kann beispielsweise einfachste Anweisungen nicht befolgen. Überdies können Sehstörungen auftreten, etwa wird eine Raumhälfte nicht mehr oder nur noch unzureichend wahrgenommen. Beim Lesen oder Fernsehen ist plötzlich eine Hälfte des Buches bzw. des Bildes verschwunden oder man stößt immer wieder auf Hindernisse, die man nicht sieht. Auch ein Taubheitsgefühl auf einer Hälfte des Körpers kann typisch sein.

apa.at

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