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APA-Artikel 22. Oktober 2012

Tote Babys in deutschen Kliniken

In deutschen Kliniken sind mehrfach Babys gestorben, bei denen eine Infektion mit Keimen als Todesursache angenommen wurde. Zuletzt geriet öfter das Klinikum Bremen-Mitte in die Schlagzeilen. Einige Fälle:

- Februar 2012: Nach der Wiedereröffnung der Frühchenstation des Klinikums Bremen-Mitte werden erneut Darmkeime bei Babys nachgewiesen. Zwei Frühchen sterben an Blutvergiftung. Ob ein Zusammenhang mit den resistenten Keimen besteht, die bereits 2011 festgestellt worden waren, bleibt zunächst unklar.

- August/Oktober 2011: Insgesamt drei frühgeborene Babys sterben im Klinikum Bremen-Mitte vermutlich an einem multiresistenten Darmkeim. Experten des Robert-Koch-Instituts können später nicht mehr feststellen, was die tödliche Infektionswelle auf der Frühchenstation ausgelöst hat. Anfang November 2011 wird bekannt, dass bereits im Januar 2010 zwei Frühchen in einem Hamburger Krankenhaus an einem Keim ähnlich dem im Bremer Klinikum gestorben sind.

- September 2011: In einer Siegener Kinderklinik sterben drei Frühgeborene innerhalb von zwei Tagen. Todesursache ist Multiorganversagen. Nach Ermittlungen zeichnet sich im Januar 2012 laut Staatsanwaltschaft ab, dass die Todesfälle zufällig zusammentrafen. Die Spezialnahrung sei einwandfrei, und es gebe auch keine strukturellen Hygiene-Mängel in der Klinik.

- August 2010: In der Mainzer Universitätsklinik sterben drei Säuglinge. Die Ermittlungen ergeben, dass zwei von ihnen wegen einer verseuchten Nährlösung ums Leben gekommen sind. Das dritte Kind erlag schweren Vorerkrankungen. Insgesamt hatten elf Kinder eine verkeimte Infusion bekommen. Sie waren Frühchen oder von Herzfehlern geschwächt. Die Quelle der Verunreinigung bleibt unklar, das Verfahren gegen die Klinik wird eingestellt.

apa.at

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