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APA-Artikel 19. Oktober 2012

Bereits zum zweiten Mal: Hohe Auszeichnung für "144 - Notruf NÖ"

"144 - Notruf Niederösterreich" wurde als "Center of Excellence" reakkreditiert. Bereits vor drei Jahren erhielt die NÖ-Rettungsdienststelle diese Auszeichnung als eine von lediglich 80 Leitstellen weltweit und als einzige in Kontinentaleuropa. LHStv. Wolfgang Sobotka (V) sagte laut einer Aussendung am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs, man sehe sich dadurch bestätigt, dass die Entscheidung, den Notruf zu bündeln, richtig gewesen sei.

Die Auszeichnung wird alle drei Jahre von der in Salt Lake City (USA) angesiedelten Internationalen Akademie für Notfalldisposition verliehen. Man könne, so Sobotka, in Niederösterreich stolz auf ein so effizientes System sein: "144 - Notruf NÖ arbeitet sehr präzise und ist ein Sicherheitspolster für die Landsleute".

Jährlich leistet der "144 - Notruf NÖ" etwa 670.000 Krankentransporte bzw. wurden von den sogenannten "Call-Takern" zuletzt 181.471 Notfalleinsätze disponiert. Im Vorjahr seien außerdem 582 Geburten und 1.551 Wiederbelebungen durchgeführt worden. Täglich werden ca. 18.000 Telefonate angenommen und bearbeitet. Um die Auszeichnung zu erhalten, müssen viele Parameter erfüllt werden. U. a. werden tausenden Notrufe bewertet und interne Abläufe genau beschrieben. Hauptpunkt ist aber die Qualität der Notrufgespräche: Beginnend mit der Definition des Notfalls über die genaue Verortung und zielgerichtete Erste Hilfe-Anweisungen bis hin zur Auswahl des richtigen Einsatzcodes muss die Korrektheit bei mindestens 95 Prozent liegen.

Als "lebendes Beispiel" war anlässlich der Bekanntgabe der Reakkreditierung auch eine Jungfamilie aus dem Bezirk St. Pölten-Land anwesend. Die 32-jährige Mutter hatte im April dieses Jahres einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten und eine der "Call-Takerinnen" hatte den Ehemann der Frau telefonisch in der Reanimation angeleitet, während gleichzeitig die Abholung per Notarzthubschrauber organisiert wurde. Die Rettungskette inklusive intensiver - positiver - Wiederbelebungsmaßnahmen endete nach nur gut 80 Minuten nach Eintritt des Herzkreislaufstillstandes direkt in der Notfallaufnahme des Landeskrankenhauses St. Pölten.

apa.at

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