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APA-Artikel 19. Oktober 2012

Grünewald: Freiwilligkeit und Datenschutz bei ELGA müssen präzisiert und verbessert werden

"Trotz einiger Verbesserungen in der vorliegenden Regierungsvorlage zum ELGA-Gesetz bedürfen die für die PatientInnen so wichtigen Punkte wie Freiwilligkeit und Datenschutz noch weiterer Klärung. Ich orte hier durchaus Bereitschaft und die Chance, dass noch etwas geändert und verbessert werden kann", sagt Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen. Die Grünen sehen durchaus Vorteile einer elektronischen Gesundheitsakte, der Teufel liegt aber wie zumeist im Detail. ELGA muss patientenfreundlicher werden und Patienten sollen den Nutzen von ELGA nicht nur theoretisch, sondern auch an konkreten Beispielen im täglichen Leben erfahren.

 

"Ein elektronischer Impfpass, ein Röntgenpass und ein elektronisches Anmeldesystem zur Terminvereinbarung sind Beispiele dafür. Erst dann werden ausreichend viele Menschen in das System optieren", kommentiert Grünewald die derzeitige Situation. ELGA reduzierte sich letztlich auf Labor- und Röntgenbefunde, den letzten Arztbrief eines stationären Aufenthaltes und verschriebene Medikamente. Dies macht vieles unvollständig und reduziert die medizinische Wertschöpfung und auch die der PatientInnen."

 

"Ich befürworte daher den Wunsch von KritikerInnen und Abgeordneten, in einem ExpertInnen- Hearing offene Fragen zu klären. Nach den vielen Jahren kann es nicht auf einige Wochen ankommen, insbesondere dann nicht, wenn die Möglichkeit besteht, Verbesserungen durchzuführen", meint Grünewald und ergänzt: "Ich appelliere daher an die Regierungsparteien, in dieser wichtigen Frage einem Hearing im Parlament zuzustimmen."

apa.at

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