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APA-Artikel 12. Oktober 2012

Vinzenz Gruppe bündelt Sterilisation von medizinischen Instrumenten

65.000 Wiener Patientinnen und Patienten profitieren von der neuen zentralen Sterilisationseinheit der Vinzenz Gruppe, die heute, Freitag, am Gelände des Orthopädischen Spitals Speising unter Anwesenheit der Wiener Landtagspräsidentin, Marianne Klicka, Bezirksvorsteher von Wien-Hietzing, Heinz Gerstbach, sowie Vertretern des Orthopädischen Spitals Speising und der Vinzenz Gruppe offiziell eröffnet wurde.

In diesem 800 Quadratmeter großen Gebäude werden alle medizinischen Operations-Instrumente, die bei Eingriffen in den fünf Wiener Spitälern der Vinzenz Gruppe verwendet werden, in modernsten High-Tech-Anlagen gewaschen und sterilisiert "Durch die Synergieeffekte können wir wirtschaftlich sehr effizient agieren", sagt Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. "Wir wollen damit einen Beitrag zur Kosteneindämmung im Gesundheitswesen leisten."

Dass die stärkere Vernetzung der einzelnen Bereiche im Gesundheitswesen immer wichtiger wird, bestätigt eine Studie, die das Institut für Höhere Studien (IHS) im heurigen Frühjahr veröffentlicht hat. Daraus geht hervor, dass in Kooperationen im Gesundheitswesen hohe Ausgabendämpfungspotenziale liegen ohne dass die Qualität für Patienten leidet.

Die neue Zentralsterilisations-Anlage der Vinzenz Gruppe setzt in die Praxis um, was die IHS-Wissenschafter für das Gesundheitswesen vorschlagen: Vor allem kleine Spitäler sollen demnach in Krankenhausverbünden jene Leistungen durch Kooperationen bündeln, die nicht direkt mit der Behandlung der Patienten zu tun haben - also gemeinsame Labors und Radiologien sowie Einkauf, Wäscherei, Reinigung und weitere Leistungen. Dadurch entstehen "virtuelle Großspitäler", die wirtschaftlich wie ein großes Einzelspital funktionieren, aber auf mehrere Standorte verteilt sind. "Aufgrund ihrer Größe bleiben diese kleineren Spitäler für Patienten und Mitarbeiter überschaubar und ermöglichen eine persönliche Betreuung. Das führt zu einer nachgewiesen hohen Patientenzufriedenheit", sagt Stephan Lampl, der als Geschäftsleiter in der Vinzenz Gruppe für die Region Ost verantwortlich ist.

Die Vinzenz Gruppe hat in ihrem Bereich schon mehrere Kooperationsinitiativen gesetzt. Viele Erfahrungen hat die Gruppe mit diesem Thema auch in Oberösterreich gesammelt: Seit über zehn Jahren arbeiten die Krankenhäuser Barmherzige Schwestern und Barmherzige Brüder Linz im Rahmen einer Spitalspartnerschaft zusammen. In der Kooperation ist ein medizinisches Zentrum mit über 1.000 Betten und 30 Spezialabteilungen entstanden.

Die fünf Krankenhäuser, die ihre Sterilisationen nach Wien-Speising auslagern, sind neben dem Orthopädischen Spital Speising selbst das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, das Herz-Jesu-Krankenhaus, das St. Josef-Spital sowie das KH Göttlicher Heiland.

apa.at

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