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APA-Artikel 9. Oktober 2012

LRin Scheele begrüßt Einigung zur Elektronischen Gesundheitsakte ELGA

Nach der politischen Einigung der beiden Regierungsparteien, wurde die Elektronische Gesundheitsakte, kurz ELGA, heute im Ministerrat beschlossen. Für Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele, die sich seit langem für die Umsetzung des Projekts eingesetzt hat, ein gesundheitspolitischer Meilenstein und die Umsetzung einer höchst notwendigen Modernisierungsmaßnahme. Sie sieht in ELGA eine Reihe von Verbesserungen: "Die Vorteile der modernen Kommunikation werden sich für ÄrztInnen, Gesundheitspersonal und Krankenhäuser auswirken, vor allem aber für die Patientinnen und Patienten. Ich erwarte mir eine höhere Qualität der Diagnose und der Behandlung, einen besseren und erleichterten Zugang der PatientInnen zu den eigenen Gesundheitsdaten und damit eine Stärkung der Patientenautonomie."

Die Gesundheitsdaten sind Eigentum der PatientInnen. Mit dem ELGA-Portal wird den PatientInnen gesicherte Gesundheitsinformation bereitgestellt. Die BürgerInnen bekommen über das Portal erstmals direkten Zugang zu den über sie gespeicherten Gesundheitsdaten und Auskunft wer, wann auf welche Gesundheitsdaten zugegriffen hat. Sie können die Zugriffserlaubnis auf ihre Daten selbst erweitern und einschränken. "In diesem Sinne", so Gesundheitslandesrätin Scheele, "wird ELGA durch die dokumentierte Nachvollziehbarkeit der Zugriffe auf Gesundheitsdaten endlich für eine höhere Datensicherheit sorgen!"

Eine Zwangsteilnahme an ELGA ist nicht vorgesehen und die PatientInnen werden selbst entscheiden, ob sie mit ihren Gesundheitsdaten an ELGA teilnehmen wollen und in welchem Umfang ihre Gesundheitsdaten in ELGA aufscheinen. Landesrätin Karin Scheele appelliert jedoch an die PatientInnen, nicht einfach aus dem Projekt auszusteigen und gibt zu Bedenken: "Mit ELGA wird die Kommunikation innerhalb des Gesundheitssystems und gegenüber den PatientInnen wesentlich verbessert. Diesbezüglich sind wir im europäischen Vergleich bereits Schlusslicht. Handlungsbedarf ist also dringend gegeben, denn Informations- und Kommunikationsmängel sind die häufigsten Auslöser von medizinischen Behandlungsfehlern."

apa.at

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