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APA-Artikel 8. Oktober 2012

ELGA - Stöger und Rasinger 2 - Start Ende 2013

Starten soll die Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) Ende 2013/Anfang 2014 durch die Nutzungsmöglichkeiten des ELGA-Portals für Patienten. Danach ist eine stufenweise Einführung vorgesehen: ab 2015 ELGA-Betrieb bei Spitälern und Pflegeanstalten, ab 2016 in Arztpraxen und Apotheken, ab 2017 in Privatkrankenanstalten, erläuterten Gesundheitsminister Alois Stöger (S) und ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger in ihrer gemeinsamen Pressekonferenz.

Für die Ärzte, Apotheken und Privatspitäler wird es eine Anschubfinanzierung geben, um ihnen die Investitionen zumindest teilweise abzugelten. Die Summe bezifferte Stöger mit insgesamt 15 Millionen Euro, wobei die Aufteilung allerdings noch offen ist.

Die Gesamtkosten bis 2017 werden mit insgesamt 130 Millionen Euro beziffert. Dafür soll ab dem Jahr 2017 eine Kostendämpfung von 129 Mio. Euro pro Jahr erreicht werden. Dem stehen dann laufende Kosten von 18 Mio. Euro jährlich gegenüber.

Bis zuletzt gerungen wurde um die sogenannte "Usability". Mit der nun gefundenen Regelung bezüglich Anwenderfreundlichkeit zeigte sich nicht nur Stöger, sondern auch der praktische Arzt Rasinger zufrieden. ELGA wird nun auf Basis der aktuellen technischen Möglichkeiten gestartet und dann schrittweise ausgebaut. Such und Filterfunktionen sind explizit im Gesetz festgeschrieben. Rasinger meinte dazu, ELGA könne ein Schritt sein, um einheitliche EDV-Standards künftig zu etablieren. Derzeit würden Dokumente oft unterschiedliche Standards aufweisen. Der ÖVP-Gesundheitssprecher verwies darauf, dass man noch rund 100 Änderungen vorgenommen habe, um den Ängsten der Ärzte vor einem sinnlosen Suchen von Befunden zu begegnen.

Laut Gesundheitsministerium kann es bei Bedarf Testphasen geben. Rasinger meinte dazu, ein von den Ärzten geforderter Pilotversuch wäre damit möglich und seiner Ansicht nach auch sinnvoll. Sowohl Stöger als auch Rasinger verwiesen auf den Pilotversuch zur E-Medikation, aus dem man sehr viel gelernt habe. Diese Erfahrungen würden nun umgesetzt, betonte der Gesundheitsminister.

Zur Kritik der Ärztekammer merkte Stöger an, dass man viele Punkte, die im Interesse der Ärzte liegen, aufgenommen habe. Es gehe aber nicht nur um die Interessen der Ärztekammer, im Vordergrund stünden die Erwartungen der Patienten. Außerdem sei es auch die Aufgabe der Politik, an einem bestimmten Punkt der Diskussion eine Entscheidung zu treffen. Der Arzt Rasinger meinte, er nehme an, dass die Ärzte in dem nun vorgelegten Entwurf auch so wie er ein vernünftiges Ergebnis sehen.

apa.at

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