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APA-Artikel 5. Oktober 2012

Mikl-Leitner für die tägliche Turnstunde und für klare Regeln bei der beruflichen Erreichbarkeit in der Freizeit

"Auch heuer blicken wir beim Zukunftsforum Soziales des ÖAAB wieder über die Tagespolitik hinaus und beschäftigen uns mit Themen, die die Zukunft der Lebensqualität ausmachen werden", begrüßt ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR August Wöginger die zahlreichen Funktionärinnen und Funktionäre des ÖAAB beim "Zukunftsforum Soziales 2012". "Im Vordergrund stehen diesmal die Themen Burnout bekämpfen, Kraftquelle Kindergesundheit und Sozialkapital durch Familien- und Freiwilligenarbeit. Zu diesen Themen werden in Arbeitskreisen Konzepte erarbeitet", so Wöginger.

 

ÖAAB-Bundesobfrau BM Mag. Johanna Mikl-Leitner betonte in ihrem Begrüßungsstatement die Wichtigkeit der Reformbereitschaft, wenn es darum geht, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen: "Österreich liegt in vielen Bereichen - oft gemeinsam mit Deutschland - im Spitzenfeld in Europa. Wenn wir das in Zukunft erhalten wollen, dann dürfen wir nicht stehen bleiben und uns vor Reformen und Veränderungen fürchten, sondern die Herausforderungen anpacken und Reformen umsetzen. Das Zukunftsforum Soziales des ÖAAB hat die Aufgabe dafür Impulse, neue Ideen und Leitlinien für unsere Politik zu entwickeln."

 

 Mikl-Leitner für die tägliche Turnstunde

 

"Wir haben das Thema Kindergesundheit für das Sozialforum gewählt, weil wir glauben, dass wir hier in Österreich in diesem Bereich noch große Defizite haben und dass gerade das Thema Kindergesundheit mehr Aufmerksamkeit braucht. Das beginnt bei der Prävention", so Mikl-Leitner.

 

Österreich hat ein gutes, aber teures Gesundheitssystem. Gleichzeitig sind die Jugendlichen beim Alkohol- und Nikotinkonsum und beim Übergewicht europaweit ganz vorne. Nur mehr 28 Prozent der Kinder und Jugendlichen betreiben Sport, jeder vierte ist übergewichtig.

 

"Für uns gilt deshalb auch hier die Devise: Besser früher investieren als später reparieren. Denn auch bei einem guten Gesundheitssystem ist mir bei weitem lieber ein junger Mensch bleibt auch als Erwachsener für viele Jahre gesund, als er legt schon in frühen Jahren den Grundstein für spätere Krankheiten und Spitalsbehandlungen. Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Sport sind hier wichtige Bereiche. Deswegen setzen wir uns auch für die tägliche Turnstunde in der Schule ein."

 

 Mikl-Leitner für klare Regeln für die berufliche Erreichbarkeit in der Freizeit

 

Das ÖAAB Zukunftsforum Soziales beschäftigte sich auch mit dem Thema Burnout. Seinen Auslöser findet man meistens im Berufsleben und trifft oft gerade solche Menschen, die mit viel Idealismus und Ehrgeiz an die Sache gehen, aber auch häufig unter steigendem Druck und Stress stehen. "Unser Ziel ist es, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass die Menschen in ihrer Arbeit aufgehen und nicht, dass sie in ihrer Arbeit untergehen", betont Mikl-Leitner. Die neuen Kommunikationstechnologien haben in den letzten Jahren die Arbeitswelt verändert. Ein Brief braucht nicht mehr Tage, sondern nur einige Sekunden, und Antworten werden in immer kürzerer Zeit erwartet. Jede und Jeder ist ständig erreichbar, ob am Feierabend oder am Wochenende.

 

Bundesministerin von der Leyen, hat in Deutschland zu diesem Thema eine Debatte geführt, die auch in Österreich aktuell ist. Es geht hier um klare Regeln im Umgang mit den neuen Medien, etwa bei der Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Niemand will Handy oder Internet abschaffen. Sie gehören zu unserem Lebensstil und bieten auch viele Chancen und Erleichterungen in der Arbeitswelt, sie ermöglichen uns mehr Mobilität und Flexibilität, man kann Arbeiten auch von zu Hause aus erledigen, man ist weniger an fixe Arbeitszeiten gebunden. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verschwinden die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit", so Mikl-Leitner.

 

"Diese Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr führt oft zu einer physischen und psychischen Belastung und kann im Burnout enden. Daher muss hier im Besonderen an den Schutz der Arbeitnehmer gedacht werden - wir müssen hinschauen und nicht wegschauen. Abschalten können - darauf soll unser gesellschaftliches Augenmerk liegen. Hier gilt es klare Regeln für alle Beteiligten aufzustellen - zum Schutz der Arbeitnehmer. Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen müssen dementsprechend angepasst werden", so die ÖAAB-Bundesobfrau.

apa.at

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