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APA-Artikel 20. September 2012

Gehaltsreform für Vorarlberger Spitalsärzte unter Dach und Fach

Die Verhandlungen über die Gehaltsreform für die Vorarlberger Landeskrankenhäuser sind abgeschlossen. Das neue Gehaltssystem wird das Land 13,5 Mio. Euro pro Jahr kosten, informierten am Donnerstag Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (beide V) in einer Aussendung. Die Umsetzung der Gesamtreform werde um ein halbes Jahr auf den 1. Juli 2013 vorgezogen, erklärte Bernhard.

In der Einigung mit dem Zentralbetriebsrat wurden unter anderem "marktkonforme Gehälter für alle Berufsgruppen" sowie höhere Einstiegsgehälter für junge Mitarbeiter bei gleichzeitiger Abflachung der Gehaltsentwicklung vereinbart. Junge Spitalsärzte im ersten Ausbildungsjahr werden demnach künftig mit 46.700 Euro brutto pro Jahr entlohnt werden - das bedeutet eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber dem bisherigen Einstiegsgehalt von 38.200 Euro. Im letzten ihrer sechs Ausbildungsjahre verdienen Ärzte in Vorarlberg in Zukunft 60.200 Euro (jetzt: 49.500 Euro).

"Mit der Gehaltsreform für alle Spitalsbediensteten stellen wir uns neu auf für die nächsten Jahre", sagte Wallner. Mit der Einigung sei ein intensiver und mit hohem Engagement betriebener Entwicklungsprozess abgeschlossen worden. Die Ärzte hatten eine entsprechende Gehaltsreform seit längerer Zeit gefordert. In Vorarlberg drohte angesichts höherer Ärztegehälter in der benachbarten Schweiz und in Süddeutschland eine massive Abwanderung der Mediziner. Mit dem nun ausgehandelten Gehaltsschema habe man zumindest das süddeutsche Niveau erreicht, hieß es.

In einem nächsten Schritt sollen nun die Mitarbeiter der Landeskrankenhäuser über die Details der Gehaltsreform informiert werden. Gleichzeitig wird die Rechtsabteilung des Landes die Novelle des Landesbedienstetengesetzes vorbereiten.

apa.at

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