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APA-Artikel 20. September 2012

Scheele: Ende des Diabetesprogramms wäre bedauerlicher Rückschritt

Bedauern äußert die NÖ Gesundheitslandesrätin, Mag.a Karin Scheele, über die von der Ärztekammer bekannt gegebene Aufkündigung des Disease Management Diabetes Typ 2: "Diabetes Mellitus Typ 2 wird leider immer mehr zur Volkskrankheit, immer mehr Menschen sind zu einem immer früheren Zeitpunkt betroffen. Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist jedoch, dass man sie meist erst dann spürt, wenn irreversible Folgeschäden bereits aufgetreten sind. Daher sind gerade für DiabetikerInnen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders notwendig, denn allzu oft wird die Krankheit so lange auf die leichte Schulter genommen, bis es zu spät ist. Aus diesem Grund ist jede einzelne zusätzliche Untersuchung, jede einzelne zusätzliche Vorsorgemaßnahme für DiabetikerInnen so besonders wichtig und notwendig. Ich hoffe daher, dass es noch gelingen wird, dieses Programm doch noch aufrechtzuerhalten."

Das kurz "Therapie aktiv" genannte Reformpoolprojekt, bei dem sich auch das Land NÖ an der Finanzierung beteiligt, startete 2007 mit einem Pilotversuch und wird seit 2009 flächendeckend in Niederösterreich angeboten. Derzeit werden über 5.800 PatientInnen betreut. "Wichtig ist für DiabetikerInnen besonders, den Lebensstil zu verändern und die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Gerade in dieser Hinsicht haben erste Evaluierungsergebnisse bereits schöne Erfolge gezeigt. Eine Beendigung des Programms wäre daher für die PatientInnen aber auch für die teilnehmenden ÄrztInnen ausgesprochen bedauerlich", appelliert Landesrätin Scheele, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken.

apa.at

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