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APA-Artikel 19. September 2012

Gesundheitsreform - Tiroler LR will Einbindung der Ärztekammer

Kritik an der Nichteinbindung der Ärztekammer in die Verhandlungen rund um eine Gesundheitsreform hat der Tiroler Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (V) geübt. Es sei "empfehlenswert" und für einen erfolgreichen Abschluss notwendig, ein Paket über eine solch große Reform im Konsens zwischen allen wesentlichen Beteiligten zu schnüren, meinte Tilg am Dienstag bei einer Bilanzpressekonferenz über seine bisherige Amtszeit.

Tilg erklärte, den Verhandlern um eine neue 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern würden "harte Wochen" bevorstehen. Die Frage, ob er optimistisch sei, dass die Gesundheitsreform nach einer bereits erfolgten Grundsatzvereinbarung zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherung bis zum Jahresende finalisiert werden könne, wollte der Landesrat weder mit Ja noch mit Nein beantworten. "Es gibt einen Entwurf über eine 15a-Vereinbarung. Jetzt wird über die Details verhandelt", sagte Tilg. Vor allem gehe es noch um die Frage der Finanzierung.

Der Gesundheitslandesrat verwies bei den Kosten des Gesundheitssystems einmal mehr auf das angebliche "West-Ost-Gefälle". Jede medizinische Leistung sei bei gleicher Qualität etwa in Wien um 60 Prozent teurer als in Tirol. "Ich erwarte mir, dass Gesundheitsminister (Alois, S, Anm.) Stöger ein Zeichen setzt, dass er daran arbeitet", forderte Tilg. Tirol hat noch bis Jahresende den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz inne.

Der von den Oppositionsparteien zum Teil heftig kritisierte Landesrat betonte, dass er nach der Landtagswahl im kommenden Frühjahr erneut für ein Regierungsamt zur Verfügung stehen würde. "Ich würde sehr gerne weitermachen. Aber das ist Sache der Gremien der Partei", meinte Tilg.

apa.at

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