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APA-Artikel 18. September 2012

Umfrage zeigt: Wiener wollen starke Ordensspitäler

Die Ordensspitäler sind nach Ansicht der Wienerinnen und Wiener aus dem Gesundheitssystem der Hauptstadt nicht wegzudenken. Dass sie dennoch für die gleiche Leistung weniger Geld von der Stadt Wien erhalten, finden 82 Prozent der Bewohner Wiens ungerechtfertigt. Dies sind zwei der wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek. "Wir wollten einmal genauer wissen, was die Menschen über die Ordensspitäler denken", erklärte Pater Prior Paulus Kohler, Rechtsträgervertreter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. "Dass uns so viel Vertrauen und Zustimmung entgegengebracht werden, freut uns außerordentlich." Prim. Dr. Manfred Greher, Ärztlicher Leiter des Herz Jesu-Krankenhauses, sieht damit die Arbeit der Ordensspitäler bestätigt. "Zugleich ist uns dies ein Auftrag, weiter im Sinne einer qualitativ sehr hochwertigen Gesundheitsversorgung zu arbeiten."

Der Begriff "Ordensspital" ist laut der Umfrage, in der im heurigen Frühjahr 900 Personen über 30 Jahren aus Wien zum Thema "Ordensspitäler in Wien" befragt wurden, in der Bevölkerung gut verankert: 78 Prozent kennen ihn. Von diesen fanden es gar 80 Prozent "zutreffend", dass die Ordensspitäler aus dem Wiener Gesundheitssystem nicht wegzudenken sind. Deutlich mehr als zwei Drittel der Befragten, nämlich 73 Prozent, sind davon überzeugt, dass sie Spitzenmedizin betreiben. Und 72 Prozent der Befragten geben an, dass die Ordensspitäler die ganzheitliche Betreuung der Patienten im Blick haben.

"Ehemalige Patienten und Menschen mit Angehörigen in Gesundheitsberufen bewerten die Ordensspitäler besonders gut", erläuterte Peter Hajek Details der Studie, "Interessanterweise ist auch in der Gruppe der SPÖ-Wähler die Reputation der katholischen Ordensspitäler überdurchschnittlich gut."

Anmerkung: Die Abrechnung der Spitalsleistungen erfolgt über die sogenannten LKF-Punkte, wobei jeder Diagnose eine feste Anzahl von Punkten zugeordnet wird. Allerdings erfolgt die Umrechnung von Punkten in Euro nicht für alle Krankenhäuser gleich. So lag der Durchschnitt der Wiener Spitäler 2011 bei 1,40 Euro pro Punkt, die Ordensspitäler erhielten hingegen nur 0,93 Euro.

Die acht Wiener Ordensspitäler sind:

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, 2. Bezirk Herz-Jesu-Krankenhaus, 3. Bezirk Krankenhaus St. Elisabeth, 3. Bezirk Hartmannspital, 5. Bezirk Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, 6. Bezirk Orthopädisches Spital Speising, 13. Bezirk St. Josef-Krankenhaus, 13. Bezirk Krankenhaus Göttlicher Heiland, 17. Bezirk

Als gemeinnützige Krankenhäuser mit öffentlichem Auftrag versorgen diese Häuser ein Fünftel der Wiener Patientinnen und Patienten, unabhängig von Herkunft, Religion, sozialer Lage und Versicherungsverhältnis.

apa.at

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